Industriemuseum verschiebt Mitropa-Ausstellung: Der Grund ist jedoch erfreulich
Chemnitz - Die Mitropa-Ausstellung im Industriemuseum Chemnitz kommt später als geplant. Der Grund ist in diesem Fall jedoch erfreulich: Nach einem Sammlungsaufruf haben das Museum so viele Erinnerungsstücke und persönliche Geschichten erreicht, dass die Verantwortlichen mehr Zeit für die Vorbereitung benötigen.
"Wir haben über 120 Einsendungen bundesweit erhalten", sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Almut Hertel (41). Das klingt zunächst nicht nach besonders viel.
Hinter jeder Einsendung steckt jedoch organisatorischer Aufwand - von der Katalogisierung bis hin zur Recherche und Gesprächen mit den Leihgebern über die Herkunft der Stücke. Ursprünglich sollte die Sonderausstellung "MITROPA. Zwischen Bahnsteig und Besteck" am 13. November eröffnet werden.
Nun wird die Schau vom 12. Dezember bis zum 25. April 2027 für Besucher geöffnet sein.
Derzeit packen die Mitarbeiter die Kisten aus und sichten die Exponate. Darunter befindet sich auch ein Mitropa-Räuchermännel.
"Das könnte ein Präsent gewesen sein, das zu besonderen Anlässen verschenkt wurde", erklärt Hertel.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Chemnitz & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin betont, dass noch heute viele Menschen persönliche Erinnerungen mit der Mitropa verbinden. Das zeige die große Resonanz auf den Aufruf.
Titelfoto: Almut Hertel (2)
