Chemnitz - Rund 38.000 Menschen haben in diesem Jahr das Lichtkunst-Festival "Light Our Vision" in der Chemnitzer Innenstadt besucht. Für die Veranstalter bedeutet das einen Einbruch um mehr als die Hälfte. Zudem mehren sich kritische Stimmen.
Es kamen deutlich weniger als 2025: Im Kulturhauptstadt-Jahr waren es rund 86.000 Besucher. Damals lief das Festival allerdings an vier statt an drei Abenden. Die Veranstalter ziehen trotzdem eine positive Bilanz und wollen das Festival im kommenden Jahr fortsetzen.
Bei der vierten Ausgabe wurden von Donnerstag bis Samstag Gebäude und Plätze mit Lichtinstallationen internationaler Künstler aus Japan, Ungarn und Tschechien in Szene gesetzt. Im Mittelpunkt stand das leer stehende Kongresshotel.
Weitere Installationen gab es unter anderem am Düsseldorfer Platz, an der Jakobikirchplatz, am Alten Rathaus, an der Alten Post und auf dem Johannisplatz.
"Dass die Chemnitzerinnen und Chemnitzer das 'Light Our Vision' auch in diesem Jahr so zahlreich besucht haben, zeigt, wie wichtig das Festival für unsere Stadt geworden ist", sagt Kuratorin Lotte Claudia Fischer.
Urteil der Besucher fällt gemischt aus
Mit Lichtkunst könnten auch problematische Orte und Gebäude in den Mittelpunkt gerückt werden Kulturbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (67, parteilos) hebt das europäische Profil des Festivals hervor.
Die internationalen Künstler stärkten die Kontakte zu den europäischen Nachbarn, sagt sie.
Bei den Besuchern fiel das Urteil dagegen gemischt aus. In der Facebook-Gruppe "Chemnitz live" schrieb ein Chemnitzer: "Kein Vergleich zu den Projektionen in den Vorjahren."
Ein anderer fragte: "Hat 'Light Our Vision' seine Seele verloren?", und bejahte es. Es gab aber auch positive Stimmen: "Eine Nummer kleiner, aber sehr schön."