Enorme Preissprünge bei Prestige-Projekten: Chemnitz zieht Bau-Bilanz 2025

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Chemnitz - Neue Parks, neue Kulturorte - und saftige Aufschläge beim Bauen! Das Rathaus hat jetzt den Abschlussbericht zu den Kulturhauptstadt-Bauprojekten vorgelegt. Der Kern: Mehrere Vorzeigeprojekte wurden deutlich teurer als geplant. Was bleibt an der klammen Chemnitzer Stadtkasse hängen?

Nach langem Leerstand schwer beschädigt: Das frühere Wohnhaus von Maler Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) konnte zur KuHa saniert werden.
Nach langem Leerstand schwer beschädigt: Das frühere Wohnhaus von Maler Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) konnte zur KuHa saniert werden.  © Kristin Schmidt

Beim Karl-Schmidt-Rottluff-Landhaus stieg die Rechnung von gut zwei auf vier Millionen Euro: rund 82 Prozent mehr! Als Gründe nennt Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) höhere Baupreise, Schäden und größere Außenanlagen. Außerdem spricht Kütter von "hohem Termindruck aufgrund des Kulturhauptstadt-Status".

Der erste Bauabschnitt des Garagencampus sprang von etwa drei auf deutlich mehr als fünf Millionen Euro! Ein Plus von 71 Prozent.

In der Stadtwirtschaft kosteten Zimmererarbeiten bei Haus B statt 30.000 schließlich fast 300.000 Euro - rund das Zehnfache! Bei Haus A stiegen Rohbau und Abdichtung von rund 220.000 auf mehr als eine Million Euro. Als Gründe nennt die Verwaltung erst beim Bau erkannte Schäden und zusätzliche Arbeiten.

Kulturhauptstadt ist vorbei: Warum hängen die KuHa-Fahnen noch?
Chemnitz 2025 Kulturhauptstadt Kulturhauptstadt ist vorbei: Warum hängen die KuHa-Fahnen noch?

Trotzdem heißt es in Kütters Bericht: "Die Gesamtfinanzierung der Maßnahmen blieb gesichert."

Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) legte die Bilanz der KuHa-Bauten vor.
Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) legte die Bilanz der KuHa-Bauten vor.  © Kristin Schmidt
Deine täglichen News aus Chemnitz

Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.

  • Lokale Nachrichten aus Chemnitz & Umgebung
  • Exklusive Hintergrundberichte
  • Jederzeit abbestellbar
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.
Mit deiner Anmeldung stimmst du unseren Datenschutzbestimmungen zu.
Richtfest am Garagen-Campus 2024: Aus dem früheren Straßenbahndepot wurde ein Kulturort.
Richtfest am Garagen-Campus 2024: Aus dem früheren Straßenbahndepot wurde ein Kulturort.  © Kristin Schmidt
KuHa-Treffen 2025 in der Stadtwirtschaft: die KuHa-Geschäftsführer Stefan Schmidtke (58, v. l.) und Andrea Pier (57), OB Sven Schulze (54, SPD) sowie Callenbergs Bürgermeister Daniel Röthig (47, CDU) und MP Michael Kretschmer (51, CDU).
KuHa-Treffen 2025 in der Stadtwirtschaft: die KuHa-Geschäftsführer Stefan Schmidtke (58, v. l.) und Andrea Pier (57), OB Sven Schulze (54, SPD) sowie Callenbergs Bürgermeister Daniel Röthig (47, CDU) und MP Michael Kretschmer (51, CDU).  © Kristin Schmidt
Zur Eröffnung im Frühjahr 2025 strömten zahlreiche Besucher auf den Garagen-Campus in Kappel.
Zur Eröffnung im Frühjahr 2025 strömten zahlreiche Besucher auf den Garagen-Campus in Kappel.  © Ralph Kunz

Ursprünglich standen für die Bauprojekte etwa 30 Millionen Euro zur Verfügung. Inzwischen rechnet der Bürgermeister, einschließlich weiterer Bauabschnitte und nachlaufender Kosten, mit knapp 60 Millionen Euro.

Doch wer zahlt am Ende die Rechnung? Mussten dafür andere Vorhaben zurückstecken? Das Rathaus will sich dazu im Laufe der Woche äußern.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (3), Ralph Kunz

Mehr zum Thema Chemnitz 2025 Kulturhauptstadt: