Chemnitz - Was für ein Verkehrsrowdy! Ein Seat sorgte am Dienstagnachmittag in Chemnitz für Ärger: Das Auto rammte einen Mazda, führte anschließend mehrere gefährliche Überholmanöver durch. Nun sucht die Polizei nach dem Fahrer bzw. der Fahrerin.
Der Vorfall spielte sich laut Polizei gegen 16.15 Uhr auf der Annaberger Straße im Stadtteil Altchemnitz ab. Ein Mazda-Fahrer (36) war stadteinwärts unterwegs, als er kurz vor der Einmündung Brüder-Grimm-Straße von einem bisher unbekannten, anthrazitfarbenen Seat-SUV überholt wurde. Das Auto fuhr am Fahrradstreifen vorbei.
Plötzlich krachte es! "Dabei touchierte der unbekannte Seat den Mazda, scherte danach unmittelbar vor diesem ein und bog dann nach links in die Brüder-Grimm-Straße ab", teilte die Polizei mit.
Der Mazda-Fahrer ließ den Zusammenstoß nicht auf sich sitzen und fuhr dem Verkehrsrowdy hinterher. "Auf der Fahrt überholte der unbekannte Seat mehrfach riskant und trotz Gegenverkehrs andere Fahrzeuge und entfernte sich in Richtung Reichenhainer Straße", so die Polizei.
Wenig später verlor der Mazda-Fahrer den SUV aus den Augen - der oder die Fahrerin entkam unerkannt.
Verkehrsrowdy verursacht Schaden von 3000 Euro: Polizei sucht Zeugen
Ärgerlich! Durch den Mini-Crash entstand am Mazda ein Sachschaden von 3000 Euro. Immerhin: Verletzt wurde laut Polizeiangaben niemand.
Nun ermittelt die Polizei wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Außerdem werden Zeugen gesucht: Wer kann Angaben zum Seat, zu dessen Fahrweise und/oder dessen Fahrer/in machen? Wer wurde durch die irre Fahrweise gefährdet oder bedrängt?
Hinweise nimmt das Polizeirevier Chemnitz-Südwest unter der Nummer 0371/52630 entgegen.
Erst am Wochenende zog die Chemnitzer Polizei zwei Verkehrsrowdys aus dem Verkehr. Die jungen Männer drifteten minutenlang in einem Kreisverkehr umher.