Erst Hilfe angeboten, dann beklaut! Behinderter Mann in Chemnitz schamlos ausgenutzt
Chemnitz - Das ist an Respektlosigkeit kaum zu übertreffen! Die geistige Behinderung eines Mannes (24) wurde am Wochenende in Chemnitz schamlos ausgenutzt. Zunächst wurde dem 24-Jährigen Hilfe angeboten. Kurz darauf war seine Geldbörse verschwunden. Die Polizei sucht Zeugen.
Der Vorfall spielte Samstagnacht am Bahnhof Chemnitz Süd. Der geistig beeinträchtigte Mann war von Thüringen nach Chemnitz gereist, wollte am nächsten Tag mit einem Bekannten in den Urlaub fahren.
"Als der 24-Jährige aufgrund von Verspätungen im Bahnverkehr erst gegen 00.26 Uhr am Bahnhof Chemnitz Süd eintraf und diesen mit seinem Fahrrad und der Reisetasche über den Treppenabgang in Richtung Bernsdorfer Straße verlassen wollte, fragte ihn eine Person aus einer fünfköpfigen Personengruppe, ob er Hilfe benötige", teilt die Bundespolizei mit.
Dann geschah es: Eine Person hielt den jungen Mann am Arm fest und entnahm ihm die Geldbörse aus der linken Hosentasche. Anschließend rannte die Gruppe in Richtung Netto davon.
Der 24-Jährige erzählte wenig später seinem Bekannten davon. Dieser alarmierte die Bundespolizei.
"Vor Ort konnten jedoch keine Personen mehr festgestellt werden", heißt es. Die Täter waren bereits über alle Berge.
Bundespolizei sucht Zeugen: Wer hat etwas beobachtet?
Doch der Bekannte ließ nicht locker - er suchte den Bereich um den Bahnhof nochmals ab. An einem Abrisshaus an der Bernsdorfer Straße fand er laut Polizeiangaben die gestohlene Brieftasche. "Jedoch blieben einige Ausweisdokumente sowie Bargeld verschwunden", teilt die Bundespolizei mit.
Aktuell laufen die Ermittlungen wegen besonders schweren Fall des Diebstahls. Zudem werden Zeugen gesucht: Wer hat den Vorfall beobachtet? Wer kann Angaben zu der Personengruppe machen?
Hinweise nimmt die Bundespolizei Chemnitz unter der Nummer 0371/337830 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)