Pfefferspray, Schläge! Junge Frauen in Chemnitz von Kinder- und Teenager-Bande attackiert und ausgeraubt
Chemnitz - Unfassbar! Zwei junge Frauen (23, 24) wurden am Samstagabend in Chemnitz von einer Kinder- und Teenager-Gruppe attackiert. Die Täter sind offenbar alle unter 13 Jahre.
Gegen 21.25 Uhr wartete die 23-Jährige an der Haltestelle "Barbarossastraße" auf ihren Bus. Auch ein Junge (neun bis elf Jahre) und sechs Mädchen (etwa 13 Jahre) standen an der Haltestelle.
Die Teenies waren offenbar betrunken, verhielten sich aggressiv. Sie beleidigten die junge Frau, woraufhin es zu einem Streit kam.
"In der weiteren Folge gingen sie auf die 23-Jährige los, schlugen sie mehrfach, sprühten ihr offenbar Pfefferspray ins Gesicht und stahlen ihr die Handtasche", so ein Polizeisprecher.
Als der Bus einfuhr, stiegen die Aggro-Teenies ein. Die junge Frau berappelte sich und rief eine Freundin (24) an, die an der nächsten Haltestelle in der "Henriettenstraße" auf denselben Bus wartete.
Dort ging der Ärger weiter! Als die Teenies aus dem Bus ausstiegen, knöpfte sich die 24-Jährige die Täter vor. "Die junge Frau griff sich die Tasche aus den Händen eines Mädchens und es kam erneut zu einer Auseinandersetzung", so die Polizei.
Die Teenager sprühten ihr Pfefferspray ins Gesicht und griffen ihr Smartphone. Mutige Zeugen beobachteten das Gerangel und schritten ein. Anschließend flüchteten die Raub-Teenager in Richtung Andrépark.
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Raub-Teenager flüchten, Polizei geht ersten Hinweisen nach
Die beiden jungen Frauen wurden durch Rettungskräfte versorgt. Die Teenie-Räuber waren nicht mehr aufzufinden. Dennoch gehen die Beamten ersten Hinweisen nach. Zudem sollen die Videoaufnahmen aus dem Bus gesichtet werden.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Beleidigung und Diebstahl.
Aber: Da die Täter offenbar alle unter 14 Jahre sind, droht ihnen strafrechtlich nichts - sie wären nicht strafmündig.
Aufgrund solcher Vorfälle gibt es in Deutschland schon seit Längerem eine Diskussion, ob die Strafmündigkeit nicht herabgesetzt werden sollte.
Titelfoto: Bildmontage: 123RF/angelarohde, 123rf/bialasiewicz, 123rf/diy13