Stiche, Schläge, Drogen: Schillerplatz in Chemnitz wird zum Crime-Hotspot
Chemnitz - Stich-Attacken, Drogendelikte, Schlägereien: Der Schillerplatz in Chemnitz entwickelt sich zunehmend zum Crime-Hotspot. In den vergangenen Wochen kam es in der Parkanlage immer wieder zu Polizeieinsätzen. Die Beamten reagieren - und nehmen den Bereich verstärkt ins Visier.
Erst am Dienstagabend eskalierte ein Streit auf dem Schillerplatz. Zwei junge Männer (19, 21) erlitten eine Stich- bzw. Schnittverletzung.
Kein Einzelfall: Mitte September geriet eine junge Frau (19) am Schillerplatz mit einem Mann in Streit. Kurz darauf kamen offenbar zwei Bekannte des Mannes hinzu - die 19-Jährige wurde zusammengeschlagen.
Im August sorgte zudem ein Randalierer (28) in der Parkanlage für Ärger: Er bepöbelte Kinder, schlug auf einen Mann ein und beschädigte mehrere Autos.
Fakt ist: Der Schillerplatz wird bereits seit geraumer Zeit als sogenannter "gefährlicher Ort" nach dem Sächsischen Polizeivollzugsdienstgesetz eingestuft.
Polizeisprecher Andrzej Rydzik (41) bestätigt gegenüber TAG24: Bei regelmäßigen Überprüfungen habe sich gezeigt, dass es sich um einen Bereich handelt, "an dem regelmäßig Personen Straftaten verabreden, vorbereiten oder verüben".
Drogen- und Gewaltdelikte: Polizei zeigt am Schillerplatz Präsenz
Die Einstufung als "gefährlicher Ort" verschafft der Polizei zusätzliche Befugnisse: So können die Beamten am Schillerplatz auch ohne konkreten Tatverdacht die Identität von Personen überprüfen. Damit haben sie bei ihren Kontrollen deutlich mehr Möglichkeiten, mögliche Straftaten frühzeitig aufzudecken.
Und das ist bitter nötig. Denn: Am Schillerplatz verzeichnet die Polizei eine Häufung von Betäubungsmittel- und Gewaltdelikten, aber auch ausländerrechtliche Verstöße.
Aus diesem Grund rückt dieser Ort bei regelmäßigen Komplexkontrollen in den Fokus. Und nicht nur das: Auch Streifenpolizisten sind regelmäßig im Einsatz, um für mehr Sicherheit zu sorgen.
Titelfoto: Haertelpress
