Chemnitzer Bildhauer zeigt große Werkschau in Hessen
Augustusburg/Hanau - Aufbruchsstimmung im Atelier von Chemnitzer Bildhauer Erik Neukirchner (54): Zwischen Bronzeplastiken stapeln sich Kisten, Folie, einzelne Sockel. Am Donnerstag macht sich der Künstler mit 41 Werken auf den Weg nach Hessen. Der Kulturverein Hanau zeigt eine große Retrospektive des Sachsen.
Initiiert wurde die Schau von der international erfolgreichen Zeichnerin INK Sonntag-Ramirez Ponce (60), die nach einer zufälligen Begegnung Neukirchners Sommerausstellung in der "Alten Schule" in Hennersdorf besucht hatte.
Sie bekennt: "Mich haben diese ausdrucksstarken Arbeiten sofort fasziniert." Ihre Begeisterung übertrug die hessische Künstlerin auf den Kulturverein Hanau: "Dieser Mann muss auch außerhalb Sachsens gesehen werden!"
Unter dem Titel "Bekenntnisse" werden vom 10. bis 25. Oktober in der Remisengalerie von Schloss Philippsruhe Skulpturen und Reliefs gezeigt, die in mehr als 20 Jahren als humanistische und pazifistische Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen und Kriege entstanden sind.
Wie die Figur "Ecce homo (Für A.Y.)", 2012, die auf den Eindruck eines Fotos von einem durch Streumunition verletzten irakischen Kind zurückgeht.
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Plastik "O Deutschland, bleiche Mutter!" wird präsentiert
Zum ersten Mal außerhalb der Hennersdorfer Galerie gezeigt, wird die 2026 geschaffene Plastik "O Deutschland, bleiche Mutter!" nach dem gleichnamigen Gedicht von Bertolt Brecht präsentiert.
Die Schau wird ergänzt von einer Auswahl anrührender Tierplastiken, die oft eine heitere Seite des künstlerischen Schaffens repräsentieren.
Erik Neukirchner ist gespannt auf die Ausstellung: "Die Werke alle gemeinsam präsentiert zu sehen, darauf freue ich mich und genauso auf die Reaktionen des Publikums."
Titelfoto: Kristin Schmidt
