"Tour de France" in Chemnitz? Friedens-Radler treten für ein großes Ziel in die Pedale
Chemnitz – Mit dem European Peace Ride (EPR) wurde im Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr 2025 die Sportkultur gefeiert. Nun brechen die Radsportler zum sechsten Mal zu einer grenzüberschreitenden Tour auf, um sich für Frieden und Gemeinschaft starkzumachen. Im Gepäck: eine neue Mission.
"Wir wollen die Bewerbung Deutschlands für die Tour de France 2029 unterstützen", sagt Organisator Kai Winkler (47). Dafür arbeitet der EPR mit dem Grand Départ Allemagne e.V. zusammen.
Der Verein will den Auftakt der Tour de France 2029 nach Ostdeutschland holen. "Wir wollen gemeinsam den Fokus auf den Radsport setzen, damit Frankreich auf uns aufmerksam wird", sagt Winkler. "Der Vereins-Stellvertreter Andreas Prokop fährt sogar bei uns mit." Auch "Tour de France"-Sieger Jan Ullrich (52) steigt beim EPR aufs Rad.
Mit der Idee, die Tour de France nach Sachsen zu holen, kam der Gedanke, der Rad-Konvoi könne durch Chemnitz fahren. Der Stadtrat sollte im Oktober 2025 aber den Antrag der AfD-Ratsfraktion abstimmen. Doch die Fraktion zog zurück: "Wir möchten dem Stadtrat nicht zu muten, den Antrag ablehnen zu müssen."
Zudem verkündete OB Sven Schulze (54, SPD) damals: "Wir sind schon seit einigen Monaten im Gespräch mit dem Grand Départ Allemange." Er habe eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der sich Chemnitz die Bewerbung unterstützt.
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Rund 200 Radsportler in Zittau
Der EPR-Auftakt ist am Freitag mit rund 200 Radsportlern in Zittau.
Die Tour führt sie in drei Etappen auf etwa 500 Kilometern über Liberec in Tschechien und Dresden zum Chemnitzer Eissportzentrum. Dort findet am Sonntag zum großen Finale das Sattelfest statt.
Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa
