Chemnitz/Zeithain - Neonazi-Transfrau Marla-Svenja Liebich (55) sitzt seit Mitte Juli im Männerknast. Nun sorgt sich die AfD um die verurteile Rechtsextremistin.
In einer Kleinen Anfrage wollte der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Kirste (49) zunächst wissen, weshalb Liebich nicht im Frauenknast gelandet ist - zumal ihr Geschlechtseintrag auf "weiblich" geändert wurde.
Justizministerin Constanze Geiert (50, CDU) antwortete. Die Entscheidung, ob ein Gefangener oder eine Gefangene in einen Männer- oder Frauenknast kommt, liege bei den Justizvollzugsbehörden. Der Knast in Chemnitz entschied im Sommer 2026, dass Liebich ins Männergefängnis muss. Dort sitzt die 55-Jährige seitdem ein.
AfD-Politiker Kirste wollte außerdem wissen, ob die Rechtsextremistin im Männerknast sicher ist. Er fragte: "Welche Vorsorgen wurden von der JVA Zeithain getroffen, um die Person Liebich vor Übergriffen und Benachteiligungen hinsichtlich ihrer Geschlechtszuordnung zu schützen?"
Justizministerin Geiert erklärte: Bei trans-, intergeschlechtlichen und nichtbinären Gefangenen werde zunächst geklärt, ob diese mit "Frau" oder "Herr" angesprochen werden wollen.
Weiterhin würden sie gefragt, ob sie beispielsweise allein oder gemeinsam mit anderen Gefangenen untergebracht werden wollen und wie Duschen, Hofgang, Freizeitangebote oder Arbeit gestaltet werden sollen.
Justizministerin Geiert: Bisher keine Anfeindungen durch männliche Gefangene bekannt
Bei Liebich sei die Befragung "im Rahmen des Aufnahmegesprächs unmittelbar nach der Verlegung in die Justizvollzugsanstalt Zeithain" erfolgt.
Das Ergebnis: "Entsprechend der Angaben der Person Liebich erfolgt die Unterbringung einzeln in einem Haftraum", so Geiert.
Weiterhin habe Liebich die Möglichkeit, sich alleine im Freien aufzuhalten. Auch die Duschräume könne sie alleine aufsuchen.
Hass gegen die Trans-Frau habe es bisher noch nicht gegeben. "Anfeindungen durch männliche Gefangene sind bislang nicht bekannt, sodass keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren", so die Ministerin.