Baby-Sensation in Chemnitz: Mutter bringt Vierlinge zur Welt
Chemnitz - Aus zwei wurden auf einen Schlag sechs! Louise (24) und Tom Ammon (25) aus Oelsnitz im Erzgebirge sind plötzlich gleich vierfache Eltern. Im Klinikum Chemnitz kamen am Montag ihre Söhne Mio, Matti, Luke und Levi zur Welt - eine extrem seltene Vierlingsgeburt.
Der Weg dorthin begann mit einem Schockmoment zum Jahresbeginn: Im Ultraschall waren nicht nur ein Kind, sondern drei, später sogar vier zu sehen! "Mein erster Gedanke war: Jetzt ist mein Leben vorbei", erzählt Louise rückblickend.
In der Nacht zum vergangenen Montag platzte dann plötzlich die Fruchtblase. "Die vier kleinen Brüder wurden in der Schwangerschaftswoche 29+4 geboren" und wiegen zwischen 835 und 1 350 Gramm, teilt das Klinikum mit. Trotz ihres frühen Starts entwickeln sie sich laut Klinikum gut, werden beim Atmen unterstützt und über die Nabelvene versorgt.
Wenn alles weiter stabil bleibt, dürfen sie im September nach Hause.
Auch für das Klinikum war die Geburt der vier Jungs eine echte Ausnahme. "Eine solche Vierlingsgeburt ist eine medizinische wie logistische Höchstleistung, die eine lückenlose und präzise Vorbereitung erfordert", sagt Chefarzt Paul Gaß.
Für jedes der vier Babys stand direkt nach der Geburt ein eigenes Spezialisten-Team bereit.
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Vierlinge sind eine echte Seltenheit
Zwei der Vierlinge sind eineiig, die anderen jeweils aus einer eigenen Eizelle entstanden. Alles sei auf natürlichem Weg und ohne Hormone gegangen, versichert Louise Ammon.
Vierlinge sind eine echte Seltenheit: Die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Vierlingsschwangerschaft liegt bei nur 1 zu 600.000. Zwischen 2000 und 2017 kamen laut Statistischen Landesamt nur dreimal Vierlinge in Sachsen zu Welt.
Die vier Babys stellten das Leben der jungen Eltern schon weit vor der Geburt komplett auf den Kopf: Im Frühjahr heirateten sie noch schnell im kleinen Kreis, auch ein Umzug steht noch an.
"Unsere Drei-Raum-Wohnung in Oelsnitz ist definitiv zu klein", sagt Papa Tom. Für die werdende Großfamilie habe ein Vermieter in Lichtenstein zwei Wohnungen im Erdgeschoss zu einer Sieben-Raum-Wohnung zusammengelegt, erzählt er. Noch im Juli ist der Einzug geplant.
Titelfoto: Klinikum Chemnitz/dpa/Hendrik Schmidt

