Chemnitz - Schrillende Handys, heulende Sirenen: Auch in Chemnitz kam am Donnerstag nahezu niemand am bundesweiten Warntag vorbei. Die Stadt zieht Bilanz: Fast alle Sirenen haben funktioniert. Allerdings waren mehrere Bürger wegen des Alarms verunsichert und wählten den Notruf.
Punkt 11 Uhr blinkten zahlreiche Handys im Stadtgebiet auf. "Probewarnung am bundesweiten Warntag" war zu lesen. Der Alarm wurde über die Nationale Warnzentrale in Bonn ausgelöst.
"Parallel wurden von den zuständigen Integrierten Regionalleitstellen die Sirenen ausgelöst", teilt das Rathaus mit.
Eine erste Auswertung zeigt: Von 47 Sprach- und Motorsirenen im Stadtgebiet Chemnitz meldeten 42 eine erfolgreiche Alarmierung. "Bei vier Sirenen handelt es sich um Motorsirenen, bei denen eine automatische Rückmeldung an die Leitstelle generell nicht erfolgt", heißt es.
Nur eine Sprach-Sirene am Gymnasium Einsiedel blieb ohne Rückmeldung. Die Ursache werde geprüft, heißt es.
Damit funktionierten beinahe alle Sirenen in der Stadt. Auch die Alarmierung über das Handy funktionierte.
Nach Sirenen-Alarm: Besorgte Bürger wählen den Notruf
Doch einige Bürger machten sich aufgrund der Sirenen offenbar Sorgen: Laut Stadt erhielt die Integrierte Regionalleitstelle Chemnitz (IRLS) insgesamt neun Anrufe/Notrufe von verunsicherten Bürgern.
Allerdings sind drei Anrufe vermutlich "auf eine Fehlbedienung des Notruf-Buttons im Zusammenhang mit der Warnung auf den Smartphones zurückzuführen", teilt das Rathaus mit.
Der bundesweite Warntag findet jährlich am zweiten Donnerstag im September statt. Das Ziel: Sirenen und Handy-Alarm testen sowie die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnsignalen und Abläufen vertraut machen.
Der Aktionstag wurde von Bund, Ländern und Kommunen im Jahr 2020 ins Leben gerufen. Seitdem heulen einmal im Jahr deutschlandweit die Sirenen.