Chemnitz - Sauberkeit bekommt einen höheren Preis: Die Stadt Chemnitz will ab Januar 2027 mehr Geld für Müllabfuhr und Straßenreinigung kassieren. Auch falsch befüllte Tonnen und vergebliche Anfahrten können extra kosten.
Nach den jetzt auf dem Tisch liegenden Rathaus-Plänen soll die Müll-Grundgebühr von 39,60 auf 40,80 Euro pro Haushalt und Jahr steigen. Dazu kommen leicht höhere Leerungsgebühren. Bei der Fahrbahnreinigung sollen die Gebühren je nach Häufigkeit zwischen sechs und neun Prozent steigen. Für 20 gebührenpflichtige Meter Grundstücksfront kostet die wöchentliche Reinigung künftig gut 75 statt 70 Euro pro Jahr.
Zusatzkosten drohen bei falsch befüllten Bio- und Papiertonnen: Reagiert der Verantwortliche sechs Wochen nicht auf eine Beanstandung, soll der ASR die Tonne auch ohne Auftrag kostenpflichtig als Restmüll leeren dürfen. Bislang blieben solche Behälter teilweise auf unbestimmte Zeit stehen.
Neu sind knapp 15 Euro für eine vergebliche Anfahrt bei vereinbartem Behältertausch oder einer Standplatzprüfung. Hintergrund: Grundstücke waren trotz Termin nicht zugänglich.
Die Straßenreinigung würde damit bereits das zweite Jahr in Folge teurer. Die Müllgebühren waren zuletzt Anfang 2025 gestiegen. Entscheiden soll der Stadtrat am 11. November. Die neuen Gebühren sollen bis Ende 2028 unverändert gelten.