Chemnitzer Urnen-Tempel nach Sanierung wiedereröffnet
Chemnitz - Jahrelang blieb der "Monopteros" auf dem Städtischen Friedhof in Chemnitz hinter Absperrungen verborgen. Nun ist der markante Rundbau wieder zugänglich: Aufwendig saniert und behutsam restauriert, erstrahlt die Urnen-Gemeinschaftsanlage an der Reichenhainer Straße in neuem Glanz.
Am Montag wurde der "Monopteros" nach rund fünf Monaten Bauzeit offiziell wiedereröffnet. "Zuletzt war das Bauwerk in einem sehr, sehr desolaten Zustand", sagte Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos). Sogar der Einsturz habe gedroht.
Für die Sanierung der Urnen-Anlage wurden unter anderem die Treppenstufen neu verlegt, das Fundament erneuert und eine Drainage zur Entwässerung angelegt. Die originale Bausubstanz konnte laut Kütter weitgehend erhalten werden.
Diese hat schon viele Jahre auf dem Buckel: Der tempelartige Säulenbau entstand 1912 nach einem Entwurf von Erich Basarke (1878-1941), einem der prägenden Architekten der Stadt.
Die Urnen-Begräbnisstätte wurde sechs Jahre nach der Einweihung des Krematoriums errichtet, das sich direkt neben dem "Monopteros" befindet. Übrigens: Das Krematorium war das erste seiner Art in Sachsen.
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Die Sanierung kostete insgesamt rund 270.000 Euro, 70 Prozent davon gefördert vom Freistaat. Im November soll das Umfeld zudem neu bepflanzt werden.
Titelfoto: Bildmontage: Stefan Häßler (2)
