Erweiterung offiziell eingeweiht: Dieses Gymnasium in Chemnitz ist jetzt noch größer
Chemnitz - Seit Schuljahresbeginn wird er schon genutzt, am Freitag folgte nun die große Zeremonie: Der neue Erweiterungsbau des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums an der Hohen Straße 35 in Chemnitz ist offiziell eingeweiht. Der Kreis ist wortwörtlich geschlossen.
Alles in Kürze
- Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium in Chemnitz erweitert.
- Neuer Anbau schafft mehr Platz und verbessert Bedingungen.
- Mensa mit 194 Sitzplätzen und neue Unterrichtsräume entstanden.
- Gesamtkosten des Bauprojekts: rund 11,3 Millionen Euro.
- Namensgeber Karl Schmidt-Rottluff in Fassade und Signatur verewigt.

"Wir haben hier nicht nur mehr Platz geschaffen, sondern beste Bedingungen für Lernen, Begegnung und Gemeinschaft", erklärte OB Sven Schulze (53, SPD).
Denn der Anbau macht aus der alten U-Form des Gebäudes einen geschlossenen Rundgang: Schüler und Lehrer können bequem um den grünen Innenhof spazieren - direkt über der neuen Mensa. "Damit gibt’s auch deutlich kürzere Wege", so Projektleiter und Architekt Leon-Pascal Keller (43).
Highlight ist die neue lichtdurchflutete Mensa mit 194 Sitzplätzen mit einer komplett neuen Küche, die auch für Events für bis zu 350 Personen genutzt werden kann.
Dazu gibt's sechs neue Unterrichtsräume und zwei Fachkabinette für Chemie und Biologie. Ein Aufzug für Barrierefreiheit wurde auch gebaut.
Die Gesamtkosten des Bauprojekts betragen rund 11,3 Millionen Euro, mehr als 3,2 Millionen Euro davon gefördert. Die Gesamtlaufzeit des Projektes beträgt sechs Jahre, darunter eine rund zweieinhalb Jahre dauernde Bauphase bei laufendem Schulbetrieb.

Namensgeber auf besondere Weise verewigt

"Denkmalgeschützte Bauten mit neuen Erweiterungen zu verbinden, ist immer eine Herausforderung", betont Keller.
Besonders in den letzten sechs Wochen vor Schulstart habe die Baustelle auf Hochtouren gearbeitet. Die Restarbeiten auf dem Schulhof sollen bis zu den Herbstferien abgeschlossen sein.
In diesem Schulteil des Gymnasiums sind die Klassen fünf bis sieben mit rund 360 Schülern untergebracht.
Und natürlich fehlt auch der Namensgeber nicht: Die Fassade greift mit Farben und Strukturen das Werk von Expressionist Karl Schmidt-Rottluff auf, am Haupteingang ziert sogar seine originale Signatur den Boden.
Titelfoto: Sven Gleisberg