Forderung nach mehr Kontrollen und Videoüberwachung: "Es muss aufhören, dass Chemnitz weiter vermüllt wird"

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Chemnitz - Kameras gegen Müllberge und Kriminalität: In Chemnitz wächst der Ruf nach schärferer Überwachung.

SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (55) fordert mehr Kontrollpersonal beim ASR und schließt auch Kameras gegen Müllsünder nicht aus.
SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (55) fordert mehr Kontrollpersonal beim ASR und schließt auch Kameras gegen Müllsünder nicht aus.  © Kristin Schmidt

Der Chemnitzer Landespolitiker Alexander Dierks (38, CDU) fordert Videoüberwachung an vermüllten Containerplätzen und neuen Kriminalitätsschwerpunkten in der Innenstadt. Zeitgleich hat der Stadtratsausschuss für Umwelt und Sicherheit das Rathaus im Kampf gegen die zunehmende Vermüllung zum Handeln aufgefordert.

Bis Anfang 2027 muss die Verwaltung erklären, wie Müllsünder besser ermittelt und bestraft werden können.

SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (55) fordert dafür mehr Kontrollpersonal beim ASR und deutlichere Warnhinweise an den Containern. "Es reicht einfach nicht, alte Sofas und Kühlschränke immer wieder auf Kosten der Allgemeinheit wegzuräumen. Es muss aufhören, dass Chemnitz weiter vermüllt wird."

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Auch Videoüberwachung schließt die SPD nicht aus. "Doch die rechtlichen Hürden sind unglaublich hoch", räumt er ein.

Am Getreidemarkt quillt der Müll rund um die Altglascontainer über - ein möglicher Standort für einen Kamera-Pilotversuch?
Am Getreidemarkt quillt der Müll rund um die Altglascontainer über - ein möglicher Standort für einen Kamera-Pilotversuch?  © Uwe Meinhold
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Packte zuletzt bei einem Einsatzpraktikum selbst mit an: Alexander Dierks (38, CDU) begleitete Mitarbeiter des ASR bei ihrer Arbeit.
Packte zuletzt bei einem Einsatzpraktikum selbst mit an: Alexander Dierks (38, CDU) begleitete Mitarbeiter des ASR bei ihrer Arbeit.  © PR
Über Nacht abgeladen: Polizisten stehen vor einem gewaltigen Müllberg auf dem Sonnenberg.
Über Nacht abgeladen: Polizisten stehen vor einem gewaltigen Müllberg auf dem Sonnenberg.  © Jan Härtel/Chempic

Kriminalitätsschwerpunkte mit Kameras überwachen?

Bereits jetzt hat Chemnitz seine Innenstadt "im Blick": 31 Kameras überwachen sieben abgegrenzte Bereiche.
Bereits jetzt hat Chemnitz seine Innenstadt "im Blick": 31 Kameras überwachen sieben abgegrenzte Bereiche.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Genau dort setzt Dierks an. Der CDU-Politiker, der seit Jahren städtische "Müll-Sheriffs" fordert, schlägt eine zeitlich begrenzte Überwachung besonders vermüllter Containerplätze vor. Kameras könnten Täter abschrecken und Beweise für spätere Verfahren liefern. Ein Pilotversuch an bekannten Müllschwerpunkten wäre denkbar.

Doch Dierks will die Kameras nicht nur gegen Müllsünder einsetzen. Wegen zunehmender Delikte und körperlicher Auseinandersetzungen fordert er auch mehr Überwachung in der Innenstadt. Den Bereich rund um den Marx-Kopf und die Brückenstraße sieht er als neuen Anlaufpunkt für Kriminelle und die Drogenszene. Das Rathaus solle eine Ausweitung dort "ernsthaft in Erwägung ziehen".

Ob weitere Kameras möglich wären, hat die Stadt bereits geprüft. Doch der Bericht bleibt unter Verschluss.

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Das Rathaus erklärt: "Die Informationsanfrage enthält sensible Daten und Einschätzungen." Welche Standorte geprüft, empfohlen oder verworfen wurden, erfahren die Chemnitzer damit nicht.

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, PR

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