In diesem Seniorenheim ist wieder DDR
Chemnitz - Zurück in die Vergangenheit: In der K&S Seniorenresidenz Chemnitz an der Bruno-Granz-Straße verwandelt sich ab Donnerstag der Sportraum für sechs Tage in ein kleines DDR-Museum.
Mitarbeiterin Christina Wieland (40) zeigt dort ihre persönliche Sammlung - von typischen DDR-Spielen über Technik und Küchenutensilien bis hin zu Fahnen und FDJ-Hemden.
Zu sehen sind unter anderem eine Pouva Start Kamera, DMK 85 Kopfhörer und ein Diaprojektor. Auch Alltagsgegenstände aus DDR-Zeiten gehören zur Ausstellung. Vieles davon stammt aus ihrer Familie und von Freunden, einiges hat Wieland auf Flohmärkten gefunden. Über die Jahre ist die Sammlung stetig gewachsen.
"Ich mag gern alte Sachen", sagt die 40‑Jährige. Ihre Sammelleidenschaft wurde ihr dabei gewissermaßen in die Wiege gelegt:
"Meine Familie hat das schon immer gesammelt, wie die Fahnen oder Bilder."
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Sammlung wird seit 2017 regelmäßig gezeigt
Mit zwölf Jahren kam Wieland erstmals bewusst mit der DDR-Vergangenheit in Berührung – bei einer DDR‑Feier. "Jeder musste mit einem FDJ-Hemd kommen, dann liefen auch typische DDR-Lieder", erinnert sie sich.
Seit 2017 präsentiert Wieland ihre Sammlung regelmäßig in der Seniorenresidenz. Die Ausstellung erfreut sich dabei großer Beliebtheit. "Die ersten zwei Tage rennen die Leute uns die Bude ein", erzählt sie.
Besonders freut sie sich über die Reaktionen der Senioren. "Sie sagen: Kennst du das noch?" Anschließend schwelgen sie gemeinsam in Erinnerungen.
Titelfoto: Kristin Schmidt
