Chemnitz - Das Chemnitzer Tierheim platzt aus allen Nähten: In den 44 Zwingern leben derzeit 47 Hunde. Ein erst im Juli eingeführter Steuererlass für ältere Hunde ab acht Jahren sollte für Entlastung sorgen. Doch bislang ist davon nichts zu merken.
"Leider hat sich nichts getan", sagt die stellvertretende Tierheimleiterin Ira Weißbach (44). Die Reaktionen potenzieller Interessenten seien meist ähnlich: "Die meisten sagen: 'Nein, ältere Hunde habe ich nicht lange'."
Erst vor Kurzem habe sich ein Interessent für einen älteren Schäferhund gefunden. Wegen des fortgeschrittenen Alters habe er den Hund letztlich jedoch nicht übernommen. Hinzu kämen gesundheitliche Probleme, die mit einem zusätzlichen Zeitaufwand verbunden seien.
Die Hundesteuer-Satzung hatte der Stadtrat im Sommer geändert. Der Antrag dazu kam von Linken, CDU/FDP und Grünen. Ziel war vor allem, das Tierheim zu entlasten.
"Sicher entgehen der Stadt ein paar Mittel, aber bei der Vermittlung werden Stadt und Tierheim auch entsprechend entlastet", begründete Linken-Fraktions-Chefin Susanne Schaper (48) damals den Vorstoß.