Von Peggy Schellenberger
Chemnitz/Dresden - Der European Peace Ride (EPR) und die 200 Radsportler nehmen ab Freitag wieder Fahrt auf. Drei Länder, drei Etappen und rund 500 Kilometer mit fast 6000 Höhenmetern stehen auf dem Tourplan der Internationalen Friedensfahrt. Radsport-Idol Jan Ullrich (52) tritt wieder in die Pedale.
Im Sonderzug reist der EPR-Tross am Freitagmorgen von Chemnitz nach Zittau. Dort ertönt der Startschuss, und die erste Etappe führt über Polen ins tschechische Liberec.
Am Samstag rollt das Fahrerfeld weiter nach Dresden, wo der Tross direkt vor der Frauenkirche von den Zuschauern mit Spannung erwartet wird. Zuvor ist eine Durchfahrt im Großen Garten geplant, bei dem zwei Loks der Parkeisenbahn ein originelles Spalier für die Fahrer bilden sollen.
"Im Anschluss geht’s in den Stallhof. Für uns ist es eine Ehre, an diesem geschichtsträchtigen Ort die Abendveranstaltung durchführen zu können", sagt EPR-Tourchef Kai Winkler (47). An diesen drei Orten werden Dresdner auch Jan Ullrich zu Gesicht bekommen.
Während der dritten Etappe am Sonntag wartet ein knüppelhartes Highlight auf die Pedalritter. Von der Landeshauptstadt geht es über Mittweida zur legendären "Steilen Wand" von Meerane.
Wie zu Zeiten der "alten" Friedensfahrt werden Hunderte Zuschauer am Rand des 248 Meter langen Anstiegs (12 Prozent) den Tross anfeuern. Und sie werden nach Promis Ausschau halten.
European Peace Ride unterstützt den Start der Tour de France in Deutschland
Der ehemalige "Tour de France"-Gewinner Jan Ullrich, Ex-Rad-Profi Marcus Burghardt (43) und der Ultracycling-Weltmeister Lukas Kaufmann (32) sind ebenfalls am Start. Das Ziel und damit große Finale ist im Chemnitzer Jutta-Müller-Eissportzentrum.
Dort treffen die Friedensfahrer gegen 16.15 Uhr beim Sattelfest auf die Teilnehmer der Stadtradeln-Sternfahrt. In diesem Jahr absolvieren auch 20 Menschen mit Handicap einen angepassten EPR-Kurs und kommen ebenfalls gemeinsam mit allen anderen Radsportlern im Bad der Menge an.
Der European Peace Ride ist ausdrücklich kein Rennen. Die Tour steht für Frieden, Zusammenhalt, Toleranz und ist zugleich eine riesige Werbekampagne. "Der EPR unterstützt die deutsche Bewerbung um den Grand Départ 2029 - also den Start der Tour de France in Deutschland", betont Kai Winkler.