Warum bleiben immer mehr Krippenplätze in Chemnitz leer? Rathaus startet Befragung

Chemnitz - Warum geben immer weniger Eltern ihre kleinen Kinder in eine Chemnitzer Krippe? Chemnitz will das Rätsel jetzt lösen. Das Jugendamt hat eine Elternbefragung gestartet.

Die Kita "Lupinio" in Reichenbrand soll wegen sinkender Kinderzahlen und schwacher Auslastung bis spätestens Sommer 2028 geschlossen werden.  © Uwe Meinhold

Der Hintergrund: 2025 wurden nur 45 Prozent der unter Dreijährigen in Chemnitz betreut. Zum Vergleich: Sachsenweit waren es deutlich mehr: 54 Prozent.

Schon im Mai hatten der Stadtrat eine solche Befragung angeschoben. Die Räte vermuten ganz unterschiedliche Gründe: hohe Elternbeiträge, lange Wege, unpassende Öffnungszeiten oder fehlendes Vertrauen.

Vielleicht wünschten sich manche Familien aber auch einfach mehr gemeinsame Zeit mit ihren Kleinkindern. "Wir haben festgestellt, dass von den Kindern, die da sind, immer weniger anteilig in die Einrichtung kommen, vor allem in der Krippe", sagte Christin Furtenbacher (42, Grüne). Sollten sich Hindernisse für Familien zeigen, müssten diese möglichst beseitigt werden.

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Jetzt sind die Eltern gefragt! Teilnehmen können Familien, deren Kind vor dem dritten Geburtstag keine Kita, Krippe oder Tagespflege besucht hat (www.chemnitz.de/elternbefragung).

Auch Eltern älterer Kinder dürfen mitmachen, sofern das betreffende Kind ab 2016 geboren wurde und die Familie damals in Chemnitz lebte.

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Die scheidende Jugendamtsleiterin Gunda Georgi (61) will mit einer Elternbefragung herausfinden, warum immer weniger Kinder in Chemnitzer Krippen betreut werden.  © Uwe Meinhold

Das Rathaus verspricht: "Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym." Umfrageende ist der 31. Dezember. Die Stadt will die Betreuung auf Grundlage der Umfrageergebnisse dann so gestalten, "dass sie gut zu den Bedürfnissen und zum Alltag von Familien passt".

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