Chemnitz – Mehr Sicherheit bei der Abfall-Entsorgung: Der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ASR) hat ein neues Löschsystem für Brände im Müllauto vorgestellt.
Denn: Die Branche ist stark von Bränden betroffen, erklärte ASR-Betriebsleiter Marcus Kropp (48). In diesem Jahr gab es bisher fünf Feuer in Fahrzeugen. Besonders häufig sind die Gelbe Tonne und der Restabfall betroffen. Dazu brannte es je ein Mal bei der Abholung von Papiermüll und von Sperrmüll.
"Das ist ein Thema, das uns unter den Nägeln brennt", sagt René Kraus (53), Amtsleiter der Feuerwehr. Wenn der Sammelbehälter nicht geöffnet und der Müll nicht auf der Straße abgekippt und gelöscht werden kann, steht die Feuerwehr vor Herausforderungen.
"Wir müssen dann mit einem Trennschleifer die Wand aufschneiden", so Kraus. Dabei haben die Feuerwehrmänner mit starker Rauchentwicklung und Temperaturen von bis zu 800 Grad zu kämpfen.
Im schlimmsten Fall brennt das Müllauto komplett ab. Ein neues kostet 300.000 Euro.
Müllautos sollen Stück für Stück mit neuem Löschsystem ausgestattet werden
Das Löschsystem soll diesen Fall verhindern. Neun von 45 Fahrzeugen sind deshalb schon mit einer Einspeisung für Löschwasser ausgestattet. Über Leitungen auf dem Dach fließt das Wasser dann in den Innenraum und kommt wie aus Sprinklern aus der Decke.
Stück für Stück sollen weitere Müllautos ausgerüstet werden. Im Fokus stehen Fahrzeuge, die Restmüll und Leichtabfall sammeln. Der Aufbau kostet etwa 5000 Euro. "Das ist eine angemessene Investition, um größeren Schaden zu verhindern", so Kropp.
Hauptgrund für Brände in Müllautos sind Batterien und Akkus, wie Vapes, elektrische Zahnbürsten oder Kinderschuhe mit Blinklichtern. Auch Grußkarten, die Musik machen, können Schuld sein.
"So eine kleine Batterie darin ist ausreichend, um ein Feuer zu starten", so Kraus. Diese werden durch die mechanische Verdichtung im Inneren des Presswagens beschädigt und entzünden sich.