Weitere Streiks in Chemnitz: Kitas legen Arbeit nieder

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Chemnitz - In Chemnitz wird am Donnerstag erneut gestreikt!

ver.di setzt sich unter anderem für mehr Lohn für die Erzieher ein.
ver.di setzt sich unter anderem für mehr Lohn für die Erzieher ein.  © Hannes P Albert/dpa

Die Gewerkschaft ver.di ruft in Chemnitz Mitarbeiter der kommunalen Kindertagesstätten auf, am Donnerstag ihre Arbeit niederzulegen.

Hintergrund ist die gescheiterte zweite Verhandlungsrunde im Rahmen der Tarifrunde des Öffentlichen Dienstes.

Wie ver.di mitteilte, fehle weiterhin die Bereitschaft der Arbeitgeberseite, auf die Forderungen ihrer Beschäftigten einzugehen.

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In Chemnitz werden die Beschäftigten aus den kommunalen Kitas aufgerufen, sich am Donnerstag, um 8 Uhr, im Haus der Gewerkschaften in der Augustusburger Straße 33 zu treffen.

Ein "Hilferuf für die Kinder"

Am Donnerstag wird in den kommunalen Kitas in Chemnitz gestreikt.
Am Donnerstag wird in den kommunalen Kitas in Chemnitz gestreikt.  © Kristin Schmidt

Für Astrid Schwarz, Erzieherin in Chemnitz, kann es so nicht weitergehen. Sie sieht den Streik auch als "Hilferuf für die Kinder, deren Anspruch und Recht auf Bildung, Betreuung und individuelle Förderung unter den derzeitigen Bedingungen nicht erfüllt werden kann".

Außerdem solle laut Schwarz verhindert werden, dass noch mehr pädagogische Fachkräfte diesen Beruf aufgrund der hohen Belastung verlassen.

ver.di-Gewerkschaftssekretär Max Leure pflichtet Schwarz bei: "Und da reicht kein nettes Danke oder kollektives Klatschen." Es brauche einen guten Tarifabschluss, der diese hohe Belastung belohnt und mehr Entlastung durchsetzt.

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In der aktuellen Tarifrunde fordert ver.di von Bund und Kommunen unter anderem ein Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten. Auszubildende und Praktikanten sollen 200 Euro monatlich mehr erhalten.

Zudem soll es drei zusätzliche freie Tage für die Mitarbeiter geben, um der hohen Verdichtung der Arbeit etwas entgegenzusetzen.

Titelfoto: Hannes P Albert/dpa

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