Chemnitzer Kooperationsschule: BSW kritisiert geplanten Treppenhaus-Abriss
Chemnitz - Gerade erst wurde der neue Anbau der Chemnitzer Kooperationsschule gefeiert - schon gibt es den ersten Ärger!
Acht Klassenzimmer und vier Gruppenräume sind im früheren Gebäude der Annenschule an der Brauhausstraße hinzugekommen. Doch für Stadtrat Enrico Hilbert (50, parteilos) von der BSW-Fraktion ist damit längst nicht alles gut.
"Mit Sicherheit löst der Anbau, so schön und praktisch er ist, nicht das Platzproblem der Schule", kritisiert Hilbert.
Ausgerechnet ein Fluchttreppenhaus, das Platz für Pausen und Rückzug biete, solle jetzt noch abgerissen werden - "mit viel Geld errichtet, mit viel Geld nun vernichtet". Hilbert fragt: "Muss das jetzt sein? Kann man das nicht auf später verschieben, wenn andere Probleme gelöst sind?"
"Denkmalschutz kann irrsinnig und unvernünftig sein", schreibt der Stadtrat.
Die Schule brauche "einen würdigen Speisesaal, eine funktionsfähige moderne Turnhalle und vielleicht eine Aula" - aber keine "sinnlose Abrissbaustelle". Ob und warum das Treppenhaus tatsächlich weichen soll, hat die Stadt bislang nicht öffentlich erläutert.
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Früher war das Gebäude die Heimat der Annenschule. Deren Oberschule zog 2023 an die Vettersstraße und heißt heute Marianne-Brandt-Oberschule. Die Kooperationsschule ist eine staatliche Schule für Kinder mit und ohne Behinderung mit Ganztagsangebot und Hort.
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Uwe Meinhold
