Gegen Kürzungen und Neonazis: Proteste vor und hinterm Chemnitzer Rathaus

Chemnitz - Während der Chemnitzer Stadtrat tagt, demonstrierten Menschen sowohl vor als auch hinter dem Rathaus.

Klinikums-Mitarbeiterin Lucy Wanzke (22) ging am Mittwoch auf die Straße.  © Kristin Schmidt

Auf dem Neumarkt taten rund 200 Teilnehmer der angekündigten ver.di-Demonstration lautstark ihren Unmut gegen Sozialkürzungen kund. Hinter dem Rathaus gab es eine Kundgebung gegen den rechtsextremen Aktivisten Yves Rahmel (45).

Unter den Demonstranten auf dem Neumarkt befand sich Lucy Wanzke (22), die als Anästhesie-technische Assistentin im Klinikum arbeitet. Sie demonstriert gegen die Sozialkürzungen, verbindet im Hinblick auf das Rathaus eine Hoffnung: "Wir hoffen, dass die Stadt Verantwortung für das Klinikum Chemnitz übernimmt und uns die Gelder gibt, die nötig sind."

Auch Tolga Cerci (46) ging auf die Straße. Der Stadtteilmanager vom Sonnenberg demonstriert ebenfalls gegen Kürzungen: "Für die Stadtteilentwicklung sind soziale Strukturen essenziell."

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Laut ver.di sollen durch eine Haushaltssperre 23 Millionen Euro eingespart werden. "Sie trifft die Kinder- und Jugendhilfe, die Kultur, die Stadtverwaltung und ihr Personal", so die Gewerkschaft.

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Bei der ver.di-Demonstration nahmen rund 200 Leute teil.  © Kristin Schmidt
Bis zu 150 Teilnehmer demonstrierten hinter dem Rathaus gegen Yves Rahmel.  © Kristin Schmidt

Hinter dem Rathaus fand unter dem Motto "Neonazis raus aus dem Stadtrat" eine Kundgebung mit Straßenfest statt. Dass der Stadtrat-Einzug von Rechts-Aktivist Yves Rahmel verhindert wurde, stieß auf Erleichterung:

"Wir freuen uns, solange er draußen bleibt", so ein Vertreter von "Chemnitz Nazifrei".

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