Sechs Stelen erinnern an die Geschichte: Chemnitz im Wandel der Zeit

Chemnitz - Spaziergang in die Vergangenheit: Ab sofort können sich Geschichtsinteressierte auf einen historischen Rundgang durch das Zentrum begeben: An den ehemaligen Stadttoren zeigen sechs neue Infostelen, wie sich Chemnitz seit dem Mittelalter gewandelt hat.

Pfarrerin Dorothee Lücke (53) steht vor der neuen Infostele zur Paulikirche am Getreidemarkt.
Pfarrerin Dorothee Lücke (53) steht vor der neuen Infostele zur Paulikirche am Getreidemarkt.  © Ralph Kunz

Die Stelen stehen am Roten Turm, am Johannisplatz, vor dem Verwaltungsgebäude Moritzhof in der Bahnhofstraße, einer Bushaltestelle am Rosenhof, an der Theaterstraße und in der Nähe des Getreidemarktes.

Vor der DJH Jugendherberge Chemnitz "eins" erinnert die Tafel am ehemaligen Pfortentor, durch das die Menschen einst vom Kaßberg ins Zentrum gelangten, an die dort 1961 abgerissene Paulikirche.

"In ihr stand damals die größte Orgel der Stadt", weiß Pfarrerin Dorothee Lücke (53) von der St. Jakobi-Kreuz-Kirchgemeinde. "Über viele Jahrhunderte hinweg war die Kirche ein wichtiges geistliches und kulturelles Zentrum unserer Stadt. Ihr Wiederaufbau war nach der Zerstörung von 1945 fest eingeplant. Als Kirchgemeinde sehen wir in der Infostele eine Hilfe, dass die Enteignung und der unrechtmäßige Abbruch der Paulikirche nicht vergessen werden."

Jede Stele kostete rund 2400 Euro, finanziert aus Mitteln des städtischen Haushalts. An dem Projekt waren unter anderem mehrere Ämter der Verwaltung, der Chemnitzer Geschichtsverein und die CWE beteiligt.

Titelfoto: Ralph Kunz

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