Einst Produktionsfläche für DDR-Spielzeug: Hier entstehen neue Wohnungen in Dresden
Dresden - Dort, wo einst DDR-Spielzeug produziert wurde, entstehen nun Wohnungen: In Dresden-Pieschen lässt Quarterback Immobilien auf dem ehemaligen Prefo-Gelände zwischen Seumestraße und Maxim-Gorki-Straße sechs vierstöckige Mehrfamilienhäuser errichten.
Unter der Bezeichnung "MAXIM HÖFE" sind 99 Wohnungen auf einer Gesamtfläche von 7300 Quadratmetern geplant. Hinzu kommen Tiefgaragen-, Fahrrad- und Spielplätze sowie Abstellmöglichkeiten für CarSharing.
"Wir befinden uns derzeit im ersten Bauabschnitt und haben mit dem Rohbau von Haus 5 und 6 an der Seumstraße begonnen", erklärte Steffen Funk (58), Niederlassungsleiter von Quarterback in Dresden, gegenüber TAG24.
Das Projekt werde in einer denkmalgeschützten Umgebung realisiert. Die neue Anlage müsse sich somit in den Gebäude-Bestand einfügen. "Die Fassadengestaltung haben wir mit dem Stadtplanungsamt sowie dem Denkmalamt abgestimmt", berichtet Funk.
Das Konzept hinsichtlich Verkauf und/oder Vermietung stehe noch aus. "Die Interessentensuche läuft daher bislang noch nicht."
Schwierige Lage der Baubranche sorgte für längere Verzögerung
Die Ursprünge des Projekts reichen fast zehn Jahre zurück. Damals fungierte noch die ProTim GmbH mit Sitz in Dresden als Eigentümer. Ein gestellter Bauantrag wurde 2022 genehmigt.
"Weil sich die Lage in der Baubranche zugespitzt hatte, ruhte das Projekt bis 2025", erklärte Thomas Hanselmann (55), Diplom-Ingenieur und Chef der Firma "A3 Architekten", im Gespräch mit TAG24. Er sei bis zum anschließenden Verkauf am Vorhaben beteiligt gewesen.
Zu den Übernahme-Gründen erklärte Steffen Funk von Quarterback: "Es handelt es um eine gute Lage mit guter ÖPNV-, Ärzte- und Einkaufsanbindung. Das dürfte sich positiv in der Vermarktung widerspiegeln."
Die ursprünglichen Pläne seien optimiert worden. "Dazu gehörte etwa eine andere Aufteilung der Wohnfläche und der Wechsel von einem Blockheizkraftwerk mit Gasversorgung zu umweltfreundlicher Fernwärme." Nach einer Verlängerung des Bauantrags im Mai 2025 und der Bestätigung der nachträglichen Änderungen im Juni 2026 würden mittlerweile alle Genehmigungen vorliegen. Die Fertigstellung der Anlage sei für das vierte Quartal 2028 vorgesehen.
Auf dem Gelände war einst die VEB Prefo Dresden beheimatet, ein Pressformwerk für Modellbahnen und sonstiges Spielzeug. Nach der Wende kam es zur Privatisierung. Ab 2001 folgte schleichender Leerstand. Im Jahr 2020 wurden die Betriebsgebäude schließlich abgerissen.
Titelfoto: Montage: Holm Helis (2), Visualisierung: rewa Planungsgesellschaft

