Riesenbohrer an der Königsbrücker im Einsatz: Was ist da los?
Dresden - Kleiner Meilenstein für die Bauarbeiten an der Königsbrücker Straße: Der Bau eines für den Betrieb der Straßenbahnen so wichtigen "Gleichrichterunterwerks" ist in vollem Gange. Dafür kommt derzeit ein knapp 30 Meter hoher Riesen-Bohrer zum Einsatz.
Später soll das Bauwerk ganz unscheinbar sein, denn es liegt unterirdisch. "Am Ende sieht man bloß ein kleines Häuschen als Zustieg", erklärt DVB-Projektleiter Steffen Lohmann (51).
Der Aufwand für ein unterirdisches Gleichrichterwerk - dieses wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um, mit dem Dresdens Straßenbahnen fahren - ist aber enorm.
Mindestens 33 Werktage sind allein dafür angesetzt, um 98 Bohrpfähle in den Untergrund zu setzen. So entsteht dann eine wasserdichte "Bohrpfahlwand" als Stützmauer für das Bauwerk.
Seit Montag wird gebohrt ... Es folgen der Aushub, im Anschluss werden eine Unterwasserbetonsohle und ein Stahlbetonwerk in die Erde gesetzt. Dort hinein kommt dann die Technik. "Voraussichtlich 2028 ist die Anlage betriebsbereit", sagt Lohmann.
Stadtweit gibt es schon 57 Gleichrichterunterwerke, das neueste soll die Linien 7 und 8 zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee mit Strom versorgen. Der Bau kostet rund 3,5 Millionen Euro. Eigentlich viel Geld - doch verglichen mit den Gesamtkosten für die Sanierung des Straßenabschnitts in Höhe von 87,5 Millionen Euro fast ein Klacks.
Titelfoto: Petra Hornig
