Chef-Visite vor jahrelanger Schließung: Minister kriegt Nachhilfe in den Technischen Sammlungen

Dresden - Dass Mathe und Physik Spaß machen können, hat Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) Montag am eigenen Leib in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) bei einer Führung erlebt. Während er über "Eulersche Linien" und die "Geometrie der Dreiklänge" grübelte, ging es auch um die kommende Gebäudesanierung und eine fehlende Finanzierung.

Landtagsvize Albrecht Pallas (46, l.) und Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) testen die interaktiven Stationen, die die Kinder zum Knobeln einladen sollen.  © Petra Hornig

Ende des Jahres schließt das Technikmuseum auf der Junghansstraße für drei Jahre seine Pforten. Dann "sind wir im Stadtmuseum am Pirnaischen Platz auf der zweiten Etage. Aber dort passen lediglich zehn Prozent unserer Ausstellung rein", erklärt Museumsdirektor Roland Schwarz (65).

Kostenpunkt der Sanierung: 13 Millionen Euro. Trotz Freude über die kommende Baumaßnahme reiche es lediglich für die gröbsten Sanierungs-Maßnahmen.

So weiß der Museumsdirektor nicht, "ob es für die Elektrotechnik reicht, um sie auf den heutigen Stand zu bringen".

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Neben der Fassade und den Fenstern des Ernemannbaus müssen auch das Dach und die Brandschutzmaßnahmen erneuert werden. Außerdem soll ein "Garten der Wissenschaften" entstehen.

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Seit 2008 gibt es das "Erlebnisland Mathematik" in den Technischen Sammlungen und lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, die Freude an MINT-Fächern außerhalb der Schule zu entdecken.  © Petra Hornig
Miro (16, l.) und Hussein (16) absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr am TSD-"DLR School Lab" und erklären Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU), was sie in dem Schülerlabor tagtäglich so machen.  © Petra Hornig

Wiedereröffnung des Technikmuseums ist 2030 geplant

Neben ernsten Gesprächsthemen rund um die Finanzierung und Zukunftsplänen für die Technischen Sammlungen Dresden, durfte der Kultusminister sich auch an den unzähligen interaktiven Stationen wie der "Riesenseifenhaut" ausprobieren.  © Petra Hornig

"Hier würden wir auch gerne einen produktiven Garten haben wollen, wo die Produkte in der 'Garten'-Gastronomie verarbeitet werden könnten."

Momentan ist der Bereich einsturzgefährdet, allerdings auch Fluchtweg, der aktuell nur mit unterstützenden Maßnahmen funktioniert.

Nach der Wiedereröffnung 2030 hofft Museumsdirektor Schwarz auch auf mehr Personal: "Unsere Angebote spiegeln nicht die Nachfrage wider. Wir hatten im vergangenen Jahr 105.000 Besucher, aber könnten mit mehr Personal auch das Angebot ausbauen."

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Kultusminister Clemens ist nach der Führung beeindruckt und gespannt, wie es nach der Baumaßnahme weitergeht: "Ich liebe solche Orte. Es ist viel besser für junge Menschen, wenn sie was anfassen und verstehen können, als wenn sie es nur an der Tafel sehen."

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