Heidenau - In der Nacht zum 9. Oktober brachen Unbekannte gleich drei Automaten im neuen Automaten-Späti in Heidenau auf. Der Schaden ist enorm, die Beute dagegen vergleichsweise gering. Betreiber Robert Memmler (40) will die Täter unbedingt finden und setzte deshalb ein Kopfgeld von 1000 Euro aus. Nun gibt es offenbar neue Hinweise zu dem Fall.
Erst vier Monate zuvor hatte der Snackspätshop auf der Ernst-Thälmann-Straße eröffnet, als die Einbrecher zuschlugen. Wie Polizeisprecher Marko Laske gegenüber TAG24 mitteilte, ermittelt die Polizei "wegen besonders schweren Falls des Diebstahls".
Memmler setzt über Social Media 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zu den Einbrechern führen.
Offenbar mit Erfolg: Inzwischen sollen zahlreiche Hinweise eingegangen sein.
In einer Instagram-Story äußerte Memmler am Sonntag den Verdacht, dass einer der Täter eine Frau sein könnte: "Er ist offenbar eine Sie! Was meint ihr? Adresse habe ich, vorbestraft & Mietschulden.. Zufall????"
Zunächst ging man davon aus, dass es sich bei beiden Tätern um Männer handelt. Ob an Memmlers neuer Vermutung etwas dran ist und was die weiteren Schritte sind, ließ er bislang offen.
Bereits zahlreiche Hinweise erhalten
Auch in einem neu veröffentlichten YouTube-Video schildert Memmler die Ereignisse und zeigt seinen Zuschauern das Ausmaß der Zerstörung im Laden.
Dabei wird deutlich, wie massiv die Einbrecher vorgegangen sind. Mit einer Flex richteten die Täter demnach 25.000 Euro Schaden an. Ihre Beute: nur 300 Euro und eine Tüte Chips.
Die Automaten sind laut Memmler "eigentlich nicht mehr zu gebrauchen". Entsprechend groß ist die Wut des Betreibers über die Tat: "Das macht wirklich echt sauer."
Trotz des hohen Schadens denkt der 40-Jährige nicht daran aufzugeben. Vielmehr zeigt er sich entschlossen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Seine Botschaft an die Einbrecher ist unmissverständlich: "Falls die Täter zugucken, ich finde euch, zu 100 Prozent finde ich euch." Zugleich berichtet Memmler, dass er bereits zahlreiche Hinweise erhalten hat.
Memmler sucht nach neuen Sicherheitslösungen
Memmler berichtet zudem in seinem Video von zwei jungen Männern, die sich kurz vor dem Einbruch länger im Laden aufhielten. Er vermutet, dass sie die Überwachungskameras ausgekundschaftet haben könnten.
Denn nur eine Minute später sollen die eigentlichen Täter den Laden betreten haben. Ob zwischen den beiden Besuchen tatsächlich ein Zusammenhang besteht, ist bislang jedoch unklar.
Auch das Verhalten der Einbrecher gibt Memmler Rätsel auf. Sie seien bei ihrer Tat auffällig ruhig geblieben. Deshalb vermutet er, dass Komplizen vor dem Laden Schmiere gestanden haben könnten.
Der Geschäftsmann überlegt nun, wie er seinen Automaten-Späti künftig besser vor Einbrechern schützen kann. Über die sozialen Medien bittet er seine Follower deshalb um Ideen und Vorschläge.