Dresden - Eine erfolgreiche Nacht liegt hinter den Beamten der Bundespolizei im Dresdner Hauptbahnhof. Zwei gesuchte Straftäterinnen verbüßen jetzt ihre gerechte Strafe hinter Gittern.
Am späten Dienstagabend, kurz vor Mitternacht, kontrollierten die Einsatzkräfte der Bundespolizei eine Frau (34) und einen Mann (31) aus Tschechien, die kurz zuvor aus einem Railjet aus Prag in Dresden ausgestiegen waren, schreibt die Bundespolizei in einer Mitteilung.
Bei der Kontrolle ihrer Personalien stellten die Ordnungshüter fest, dass gegen beide ein offenes Verfahren des Amtsgerichts Chemnitz vorlag. So wurde der Mann wegen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von 881 Euro verurteilt. Die ausstehende Zahlung beglich er noch vor Ort bei den Beamten der Bundespolizei.
Eine weitaus längere Liste an Urteilen und Strafen fanden sie jedoch bei der Überprüfung seiner weiblichen Begleiterin. Gegen die 34-Jährige hat das Amtsgericht Chemnitz einen Vollstreckungshaftbefehl wegen Diebstahls erlassen. Um diese nicht antreten zu müssen sowie die Prozesskosten zu begleichen, hätte die Frau 2449,35 Euro bezahlen müssen.
Da sie dieses Geld allerdings nicht aufbringen konnte, wurde sie von den Beamten festgenommen und zur Verbüßung ihrer 80-tägigen Haftstrafe in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz gebracht.
Zweite Kriminelle war eine Betrügerin
Einige Stunden später, gegen 3.30 Uhr, lief den Bundespolizisten eine weitere Kriminelle ins Netz. Bei der Kontrolle einer Frau (41) aus Bulgarien sahen die Beamten, dass gegen sie ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Subventionsbetrugs vorlag. Die Betrügerin hätte vor Ort eine Geldstrafe in Höhe von 1935,50 Euro blechen müssen.
Zusätzlich lag eine weitere Ausschreibung zur Vermögensabschöpfung in Höhe von 9000 Euro gegen die Bulgarin vor. Auch sie wurde in die JVA Chemnitz gebracht, um dort ihre 60-tägige Haftstrafe anzutreten.