Brutale Attacke in Uniklinik: Security-Mann wird getreten und mit Faust ins Gesicht geschlagen
Dresden - Ein 43 Jahre alter Deutsch-Brite wird wohl bald vor dem Strafrichter landen. Sascha A. soll am 29. Juli dieses Jahres in der Notaufnahme der Dresdner Uniklinik ausgerastet sein.
Ihm wird vorgeworfen, gegen 23 Uhr an besagtem Tage, einen Security-Mitarbeiter (63) getreten und mit der Faust ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Sicherheitsmann erlitt Schmerzen und Schwellungen an der Hand.
Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte, sei der Beschuldigte verärgert darüber gewesen, dass ihm eine Aufnahme als Notfall verwehrt wurde. Das Klinik-Personal habe jedoch keinen medizinischen Notfall erkennen können.
Sascha A. bestreitet die Attacke und behauptet, dass tatsächlich ein psychischer Notfall bei ihm vorgelegen habe.
Die Staatsanwaltschaft hat trotzdem eine Anklageschrift wegen Körperverletzung beim Amtsgericht Pirna eingereicht.
Sascha A. auch Polizisten mit einer Softair-Waffe bedroht und mit Pfefferspray angegriffen haben
Am Gericht im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge besteht sowieso noch ein offenes Verfahren gegen den Deutsch-Briten "wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung", erklärt Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (50).
Dabei geht es um einen Fall vom 10. Januar 2021: Bei Hinterhermsdorf soll er Polizisten mit einer Softair-Waffe bedroht und mit Pfefferspray angegriffen haben. Sascha A. bringt außerdem Vorstrafen wegen Drogen, Nötigung und Missbrauchs von Notrufen mit sich.
Beide Verfahren sollen jetzt zusammen verhandelt werden.
Das Pirnaer Amtsgericht muss nun über die Zulassung der Anklage, die beantragte Verbindung der zwei anhängigen Fälle und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden sowie einen Verhandlungstermin bestimmen.
Erstmeldung am 2. Oktober, 10.26 Uhr; Update um 14.12 Uhr.
Titelfoto: Eric Münch

