Dresdens Polizeihundestaffel: Nur viel Übung macht aus Tier und Herrchen ein Team

Dresden - Versteckte Drogen oder Bargeld, Sprengstoff oder vermisste Personen: Die Diensthundestaffel der Dresdner Polizei kommt zum Einsatz, wenn die menschlichen Sinne an ihre Grenzen stoßen. Dabei müssen Herr und Hund gleichermaßen fit sein.

Polizeihauptmeister Thomas Bode (39) mit seinem belgischen Schäferhund "Magic" (4) .  © Ove Landgraf

Sobald das Geschirr angezogen ist, weiß "Magic", dass Arbeit ansteht. Nachdem der vierjährige Belgische Malinois eine Riechprobe der gesuchten Person in die Nase bekommen hat, zieht er los.

Die Schnauze dicht am Boden führt der Spürhund sein Herrchen, Polizeihauptmeister Thomas Bode (39), quer durch eine Übigauer Siedlung.

Schließlich wird die Zielperson in einer Hecke entdeckt, die Übung ist beendet: "Er hat einmal die Spur verloren, das aber gut angezeigt. Trotz Wind hat er die Zielperson schnell gefunden", wertet Bode den Trainingseinsatz. Als Belohnung erhält "Magic" Streicheleinheiten und eine Dose Rindfleisch.

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Nicht nur für "Magic" ist das Training wichtig. Auch Thomas Bode muss sich fit halten und das mit regelmäßigen Leistungstests belegen: "Wir sind mal 16 Kilometer von Meißen bis nach Coswig einer Spur nachgegangen und haben letztlich die gesuchten Personen in einem Busch gefunden."

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Leine und Geschirr sind für "Magic" ein Zeichen, dass Arbeit ansteht.  © Ove Landgraf
Wenige Sekunden schnüffelt "Magic" an der Geruchsprobe der gesuchten Person, ehe die Suche beginnt.  © Ove Landgraf

Hundestaffel nicht voll besetzt

Teilweise legen Herr und Hund auf Spurensuche kilometerlange Strecken zurück.  © Ove Landgraf

Ein anderes Mal liefen sie neun Kilometer durch die Dippoldiswalder Heide auf der Suche nach Baggerdieben. Vor einigen Monaten vergaßen Langfinger ihr Werkzeug in einem Garten, aus dem sie Kupferrohre und eine Dartscheibe geklaut hatten. "Magic" und Bode fanden die Dartscheibe in einem zwei Kilometer entfernten Wohnhaus.

Eigentlich zählt die Dresdner Diensthundestaffel 29 Hunde. Doch der Belgische Malinois "Bruce", der als Spür- und Schutzhund unter anderem Drogen und Bargeld aufspürte, war Ende Juni aus einem Grundstück im Großschirmaer Ortsteil Reichenbach entlaufen.

Die tagelange Suche fand ein tragisches Ende: Der Hund wurde Anfang Juli nahe Freiberg von einem Zug erfasst und starb noch an der Unfallstelle.

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Zudem wurden bei einem Auto-Unfall auf der A14 bei Leisnig am Freitagnachmittag zwei Hunde verletzt, sodass die Staffel der Dresdner Schnüffelhunde auf 26 dienstbereite Tiere geschrumpft ist.

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