20-Jähriger schweigt: Richter steckt mutmaßlichen Messerstecher dennoch in U-Haft

Dresden - Der tatverdächtige Messerstecher aus der Dresdner Straßenbahn wurde am Samstagnachmittag dem Richter vorgeführt. Nun muss der 20-Jährige in U-Haft.

Alhaj H. (20) wurde am Samstagnachmittag zum Amtsgericht gebracht.
Alhaj H. (20) wurde am Samstagnachmittag zum Amtsgericht gebracht.  © Thomas Türpe

Alhaj H. hatte sich am Freitag selbst der Polizei gestellt. Er wurde am Amalie-Dietrich-Platz im Stadtteil Gorbitz festgenommen und sollte "zeitnah" dem Haftrichter vorgeführt werden.

Am Samstagnachmittag war es dann so weit: Gegen 12.43 Uhr brachten Beamte den Tatverdächtigen zum Amtsgericht Dresden, wie Bildaufnahmen vom Gerichtsgebäude zeigen.

Ein Richter entschied darüber, ob Alhaj H. in U-Haft kommt. Gegen 14.55 Uhr stand fest: Der Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt. Der Tatverdächtige wurde in eine JVA eingeliefert.

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Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt erklärte gegenüber TAG24, dass Alhaj H. vor Gericht keinerlei Angaben zur Tat gemacht hat.

Dem syrischen Staatsbürger wird vorgeworfen, den US-Amerikaner John Rudat (20) in der Straßenbahn mit einem Messer verletzt zu haben.

Am Nachmittag stand fest: Der Tatverdächtige muss in U-Haft.
Am Nachmittag stand fest: Der Tatverdächtige muss in U-Haft.  © Thomas Türpe

Zuvor war der 20-Jährige dazwischen gegangen, als eine Gruppe Frauen in der Tram belästigt wurde. Die Messer-Attacke sorgte international für Schlagzeilen.

Erstmeldung vom 30. August, 13.34 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 14.57 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe

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