Groß-Kontrolle: Polizei Dresden jagt Sünder auf zwei Rädern
Dresden - Achtung, Groß-Kontrolle! Seit Montag nimmt die Dresdner Polizei den Fahrrad-Verkehr ins Visier. 42 Knöllchen wurden dabei Mittwochvormittag am Sachsenplatz auch an Autofahrer vergeben.
Der regnerisch-windige Vormittag hatte zur Folge, dass weitaus weniger Radfahrer von der Albertbrücke das Terassenufer über die Ampel kreuzten oder aus der Gerokstraße über den Sachsenplatz kamen. Daher legte die Polizei den Fokus auch auf die motorisierten Verkehrsteilnehmer.
Innerhalb von zwei Stunden wurden 42 Verstöße festgestellt. Neben Rotlichtfahrten von Radfahrern (11 Fälle) und Autofahrerin (3 Fälle) fehlte bei manchem Verkehrsteilnehmer der Sicherheitsgurt oder - wie bei einer Frau mit Sehschwäche - die Brille.
"Ein Autofahrer nutzte verbotenerweise den Radweg, während ein Radfahrer angehalten wurde, weil er unerlaubt auf dem Gehweg unterwegs war", berichtet ein Dresdner Polizeisprecher.
Nach einer kurzen Verfolgungsjagd Richtung Straßburger Platz wurde eine Rotlicht-Sünderin eingeholt, die zudem das Haltesignal des Verkehrspolizisten missachtet hatte.
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Fahrräder sind in viele Unfälle involviert
Bereits bei den vorangegangenen Groß-Kontrollen am Montag am Dienstag wurden 65 Verstöße registriert, darunter 57 von Radfahrern.
Stephan Schulz (46), Leiter der Verkehrspolizei Dresden, berichtet von 1505 Unfällen mit Fahrradfahrerbeteiligung im vergangenen Jahr.
Ein "nicht unerheblicher" Teil sei von Fahrrädern verursacht worden: "Da spielen Ablenkung, falsche Fahrbahnbenutzung oder das Missachten des Rotlichts eine Rolle."
Solches Fehlverhalten soll bis zum Ende der Woche im Stadtgebiet verstärkt kontrolliert werden.
Titelfoto: Ove Landgraf

