K27 macht jetzt Jagd auf Dresdens Straßenkriminelle
Dresden - Dresdens Intensivstraftäter bekommen ihr eigenes Kommissariat: Mit dem K27 wollen die Ermittler der Kriminalität im Innenstadtbereich Herr werden. Dazu wird auch nach mehr als drei Jahren die Präsenz- und Ermittlungsgruppe Innenstadt (PEGI) umgebaut.
Nach zunehmenden Drogen- und Gewalttaten an Wiener Platz und Prager Straße gründete die Polizei am 1. September 2023 die PEGI: Unter Hauptkommissar Volker Gulitz (62) sollte sie auf der Straße Präsenz zeigen, zeitgleich im Hintergrund auch Ermittlungen führen.
In drei Jahren kamen so 1879 Ermittlungsverfahren zustande, 1394 Straftaten wurden dabei von der Gruppe selbst festgestellt. 159 Haftbefehle kamen so zusammen.
Schnell stellten die Ermittler fest, dass man immer wieder auf dieselben Kriminellen traf. So kam es zu immer engerer Zusammenarbeit mit der am 1. April 2026 gegründeten Koordinierungsstelle für Mehrfach- und Intensivstraftäter.
Als solche gelten Kriminelle, die in einem Jahr entweder fünf Straftaten (außer Schwarzfahren und Antragsdelikte) begangen haben oder zwei Verbrechen, die mit mindestens einem Jahr Haft bestraft werden.
Auf der Straße nur noch eine Präsenzgruppe Innenstadt
Seit Oktober hat nun das K27 sowohl die Aufgaben der Koordinierungsstelle als auch der Ermittler der PEGI übernommen.
"Wir werden bei Mehrfach- und Intensivtatverdächtigen nicht länger nur einzelne Straftaten betrachten, sondern die gesamte Entwicklung eines Tatverdächtigen in den Blick nehmen", erklärt Polizeipräsident Lutz Rodig (62). "Kurz gesagt: Wir schauen nicht zuerst auf den Tatort, sondern auf den Täter!"
Chef des neuen Kommissariats mit zwölf Beamten ist Volker Gultiz. Auf der Straße wiederum gibt es jetzt nur noch eine Präsenzgruppe Innenstadt (PGI).
Sie agiert aus der Citywache heraus und besteht aus acht Beamten. Das Einsatzgebiet erstreckt sich vom Postplatz bis zum Wiener Platz.
Titelfoto: Bildmontage: Florian Varga/xcitePress, Norbert Neumann

