Nach versuchtem Zwinger-Einbruch: Erinnerungen an Coup vom Grünen Gewölbe

Dresden - Dieser Einbruch traf die Sachsen ins Mark! In der Nacht zum 25. November 2019 plünderten Täter die Schatzkammer August des Starken. Aus dem Grünen Gewölbe verschwand Schmuck, bestehend aus 4300 Diamanten und Brillanten im geschätzten Gesamtwert von 113 Millionen Euro.

Der Prozess gegen sechs Mitglieder des Remmo-Clans begann im Januar 2022. Die Urteile (fünf Schuldsprüche, ein Freispruch) fielen im Mai 2023.  © dpa-Zentralbild

Die Einbrecher hatten zuvor, vom Wachschutz völlig unbemerkt, die Gitterstäbe am Fenster zersägt, konnten so leicht einsteigen. Mit Äxten wurden Vitrinen zerdroschen, Beute eingesackt.

Darunter die berühmte brillant bestückte Epaulette mit dem sogenannten "Sächsischen Weißen" (großer Brillant, knapp 50 Karat), die Brustschleife der Königin sowie große Teile der Diamantrosengarnitur.

Die Überwachungskamera filmte zwar, aber die Qualität war schlecht, weil das Licht ausgeschaltet blieb!

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Die Straßenbeleuchtung hatten die Täter durch einen Brand im nahen Kabelverteiler entschärft, das Fluchtauto wurde später angezündet.

Die Soko "Epaulette" nahm ab Dezember 2020 nach und nach sechs Mitglieder des Berliner Remmo-Clans als Täter fest. Im Hochsicherheitsgericht in Dresden wurden in 47 Prozesstagen 108 Zeugen und elf Sachverständige gehört. Außerdem rückte der Clan einen Teil der Beute raus, um harte Strafen abzuwenden.

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Am Tag nach dem Einbruch im Grünen Gewölbe sicherte die Kripo Spuren am zersägten Fenstergitter.  © Holm Helis

Letztlich gab es fünf Haftstrafen zwischen vier Jahren und vier Monaten und sechs Jahren und drei Monaten. Nur ein Remmo wurde freigesprochen. Er war nachweislich zur Tatzeit in einer Berliner Notaufnahme.

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