Pflastersteine von Dresdner Brücke geschmissen? 18-Jährigem wird versuchter Mord vorgeworfen
Dresden - Was sich ein 18-Jähriger am späten Abend des 3. Septembers an der Flügelwegbrücke in Dresden geleistet haben soll, ist von einem Dummejungenstreich weit entfernt. Die Vorwürfe wiegen schwer!
Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen den jungen Deutschen unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Beide Behörden teilten mit, dass der 18-Jährige an besagtem Abend Steine oder ähnliche Gegenstände in verschiedenen Größen auf sich annähernde Autos geworfen haben soll.
Ermittlungen untermauerten den Verdacht, dass der Beschuldigte in mindestens fünf Fällen bis zu fünf Kilogramm schwere Pflastersteine gezielt in Richtung der Fahrzeuge geschmissen hatte.
Entsprechende Beweismittel seien sichergestellt worden. Für den mutmaßlichen Steinewerfer ging es bereits am 5. September ab – hinter Gitter.
Mutmaßlicher Steinewerfer ist der Polizei bereits bekannt
Das Amtsgericht Dresden hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Der 18-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Unbekannt ist er den Behörden nicht. Er sei bereits "strafrechtlich in Erscheinung getreten".
Um die Ermittlungen weiter vorantreiben zu können, bitten Staatsanwaltschaft und Polizei um Hilfe. Alle Personen, die am Donnerstag, dem 3. September 2026, zwischen 23 Uhr und 23.15 Uhr an der Flügelwegbrücke im Bereich der Ausfahrt Unterführung auf der Altstadtseite entlanggefahren sind und von einem geworfenen Stein oder Ähnlichem getroffen wurden, sollen sich bei den Ermittlern melden.
Gleiches gilt für Personen, die beinahe getroffen wurden und/oder sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt geben können. Die Polizeidirektion Dresden ist unter der Telefonnummer (0351) 483 2233 erreichbar. Auch jede andere Dienststelle nimmt Hinweise entgegen.
Titelfoto: Montage; 123RF/tassev, Norbert Neumann

