Dresden - An der sagenumwobenen Huschhalle haben sich am Wochenende mal wieder unschöne Szenen abgespielt. Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung und Widerstands gegen Beamte.
Am frühen Sonntagmorgen, gegen 5 Uhr, ertönten fremdenfeindliche Klänge an der Tharandter Straße Ecke Kesselsdorfer Straße, wie die Polizeidirektion Dresden am Montag mitteilte. Ein Sprecher bestätigte gegenüber TAG24, dass eine Frau (58) die Parolen an der Huschhalle gebrüllt hatte.
Der folgende Polizeieinsatz gestaltete sich für die Staatsgewalt dabei keineswegs einfach.
Während die Beamten gegen die deutsche Staatsbürgerin im Inneren des Lokals eine Anzeige wegen Volksverhetzung anfertigten, hatte sich vor der Huschhalle eine rund 15-köpfige Personengruppe versammelt.
Eine junge Frau (20) stürmte aus der Gruppe heraus und mit 1,2 Promille hinein in die Huschhalle, wo sie den laufenden Einsatz behinderte. Nachdem sie von den Beamten wieder hinaus beordert wurde und einen Platzverweis ausgesprochen bekommen hatte, versuchte sie erfolglos einen Polizisten zu schlagen.
Die 20-Jährige wurde von der Polizei mitgenommen, ihren Rausch konnte sie dann in Gewahrsam ausschlafen. Gegen sie wird nun wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.