Dresden - Falsche Mitarbeiter von "SachsenEnergie" treiben aktuell ihr Unwesen in Dresden. Das Unternehmen warnt vor einer äußerst dreisten Betrugsmasche.
Das Besondere: Es handelt sich nicht um "private" 0815-Betrüger, die den Dresdner Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen wollen, sondern um ein "anderes Unternehmen", dass offenbar gezielt versucht, SachsenEnergie zu schaden.
"Das Unternehmen ist uns bekannt", erklärte eine Sprecherin von SachsenEnergie gegenüber TAG24 am Freitagmittag. Den Namen wollte die Unternehmenssprecherin jedoch nicht verraten.
Ob nun rechtliche Schritte gegen das andere Unternehmen eingeleitet werden, werde derzeit von der juristischen Abteilung geprüft.
Zuvor warnte SachsenEnergie vor Personen, die sich insbesondere im Gebiet rund um die Seebachstraße in Leubnitz-Neuostra fälschlicherweise als Mitarbeiter von SachsenEnergie ausgeben und dort in dessen Namen Glasfaser-Hausanschlüsse durchführen würden.
Problem ist nur, dass SachsenEnergie in besagtem Gebiet erst vor wenigen Tagen mit dem Bau einer Glasfaserversorgung begonnen hat: "Viele Eigentümer gingen jedoch davon aus, dass es sich um Maßnahmen der SachsenEnergie handelt."
SachsenEnergie rät Anwohnern: "Lieber einmal mehr nachfragen!"
Der Schwindel sei erstmals aufgeflogen, nachdem sich mehrere Anwohner wegen Baumängeln beim Glasfaseranschluss bei SachsenEnergie beschwert hätten. Laut SachsenEnergie-Sprecherin sei bislang eine einstellige Zahl an Anwohnern von den Betrügern hinters Licht geführt worden.
Auch in Kleinzschachwitz sollen die Glasfaser-Ganoven bereits zugeschlagen haben. Dort sollen sie direkt an der Wohnungstür eines Anwohners Geld für einen bereits erfolgten Glasfaser-Ausbau verlangt haben - eine Praxis, die SachsenEnergie selbst gar nicht pflegt.
Aufgrund der jüngsten Betrugsfälle rät der Gebietsmanager für den Breitbandausbau bei SachsenEnergie, Johann Kramer, zu erhöhter Vorsicht: "Uns ist wichtig, dass die Menschen sicher erkennen können, wer tatsächlich in unserem Auftrag unterwegs ist. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einmal mehr nachfragen."
Als Reaktion habe SachsenEnergie bereits seine Präsenz in den betroffenen Gebieten verstärkt, hieß es abschließend.