Demo sorgt für Aufsehen: Darum versammelten sich Tierschützer in Dresden
Dresden - Tierschützer haben am Samstag in Dresden gegen den Brieftaubensport demonstriert. Zahlreiche Menschen schlossen sich dem Protest an.
Laut Vorstandsmitglied der Stadttauben-Initiative Marta Broll (43) sind rund 200 Menschen in Dresden zu der Demonstration gegen das Tierleid im Brieftaubensport zusammengekommen.
Gegenüber TAG24 erklärt Broll: "Der Brieftaubensport ist in unseren Augen Missbrauch und Ausbeutung von Lebewesen." Sie ergänzt: "Wir erleben dies hautnah und nahezu täglich, dass erschöpfte und verletzte Tiere vom Himmel fallen."
Der Protestzug startete im Alaunpark und führte über den Albertplatz, wo eine Zwischenkundgebung stattfand, bis zum Postplatz.
Dabei kam es zu keinen Zwischenfällen: "Die Demo verlief sehr ruhig und friedlich", so Broll.
Auch die Polizei Dresden bestätigte auf TAG24-Anfrage den friedlichen Verlauf der Demonstration. "Die Versammlung wurde um 11.20 Uhr eröffnet und 14.20 Uhr beendet. Es gab keine Vorfälle", hieß es vonseiten der Polizei.
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Es gab eine Schweigeminute
Neben insgesamt sieben Redebeiträgen gab es auch eine Schweigeminute zum Gedenken an Brieftauben, "die 2025 und bis dato 2026 im Raum Dresden und Umgebung vom Himmel gefallen sind", so Broll. Insgesamt wurden dabei 304 Schicksale genannt.
Besonders emotional wurde es bei der Geschichte von Hermann, die Marta Broll während der Demonstration vortrug. Bei einigen Teilnehmern flossen dabei Tränen.
"Hermann war eine Brieftaube, die ich letztes Jahr aufgenommen habe, in einem schlimmen Zustand und wo mir nur noch die Sterbebegleitung blieb", erklärt die 43-Jährige.
Mit der Demonstration machten die Teilnehmer ihre Kritik am Brieftaubensport deutlich und erinnerten an die verstorbenen Tiere.
Titelfoto: Stadttauben-Initiative Dresden e.V.

