Laibach in der Reithalle: Diese Band will mit "Musick" ein Zeichen gegen KI setzen

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Dresden - Laibach ist mit dem neuen Album "Musick" poppig wie nie - doch das ist beim slowenischen Kunstkollektiv wie immer eine falsche Fährte. Die Künstler spielen diesmal kritisch mit den Verwerfungen von KI und Algorithmen in der Musik. Am Mittwoch sind sie in Dresden live zu erleben in der Reithalle Straße E.

Das slowenische Kunstprojekt Laibach entlarvt diesmal seelenlose KI-Musik.
Das slowenische Kunstprojekt Laibach entlarvt diesmal seelenlose KI-Musik.  © Nika H. Praper & Ludvik

"Musick", im Mai veröffentlicht, ist das erste Laibach-Album seit 2014 mit eigener Musik. Der Titel ist eine Kombination aus "Music" und "sick", also "krank".

Haben die Slowenen seit mehr als 40 Jahren doppelbödig mit totalitär-völkischer Industrial-Ästhetik provoziert, nehmen sie sich nun der zunehmenden Verflachung populärer Musik an.

Die digitale Überflutung von KI-generierter Musik ist das aktuelle Thema von Laibach. Deutlich in der Single "Allgorhythm" mit Gastsängerin Wiyaala, die bewusst auf stumpfe Radio-Musik zugreift.

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Im Song "Singularity" heißt es zudem: "Algorithms kill the flame, all tunes sound the same." Entsprechend nutzen die Laibach-Künstler seelenlose Dancefloor-Beats, die sich als Massenware reproduzieren lassen, gleichermaßen als eingängigen Pop und die Kritik daran.

Die slowenischen Avantgardisten bitten zum Disco-Tanz, aber den gibt's - wie stets bei Laibach - nicht ohne subversive Widerhaken. Am 14. Oktober zu erleben in der Reithalle Straße E, Restkarten gibt es ab 50,45 Euro.

Titelfoto: Nika H. Praper & Ludvik

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