Theaterprofis erwecken Fabelwesen zum Leben: Die unendliche Geschichte kommt nach Dresden

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Dresden - Millionen Herzen großer und kleiner Fans hat er im Sturm erobert, mit fliegenden Ohren und süßem Hundeblick. Der Glücksdrache Fuchur aus Michael Endes Märchen "Die unendliche Geschichte" (1979) gehört zu den seltenen Wesen des Landes Phantásien. Jetzt landet er in Dresden, am 26. Juni feiert "Die unendliche Geschichte" auf Schloss Übigau Premiere.

Intendant Christian Kühn kuschelt mit dem kleinsten Exemplar des Glücksdrachen Fuchur.
Intendant Christian Kühn kuschelt mit dem kleinsten Exemplar des Glücksdrachen Fuchur.  © Eric Münch

Dank Chefausstatterin Ella Späte, ihrer Tochter, der Maskenbildnerin Paulina Späte, und Modedesignerin Esther Melhorn werden Romanfiguren wie Fuchur, die Rennschnecke mit Winzling, Steinbeißer, der grausige Wolf Gmorck oder auch der Schimmel Artax zum Leben erweckt. Fuchur sogar in drei Größen.

"Der Kopf des kleinsten Drachen ist von Hand modelliert. Für die zwei größeren Varianten haben wir ihn gescannt, vergrößert und via 3-D-Druck hergestellt", erklärt Ella Späte. Alles muss leicht und strapazierbar sein.

Die Köpfe der Fabelwesen beschweren nicht etwa die Köpfe der Spieler. Sie werden von Plastikrohren getragen, die in einer Art Rucksack verankert sind. Ella Spätes großer Erfahrungsschatz und der ihres kreativen Teams kommen Fabelwesen wie Spielern zugute.

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"Viele Details sind für den Zuschauer gar nicht sichtbar, aber das Publikum wie auch die Spieler können sie fühlen", so Späte, die Stoffe in in Magie verwandelt.

Paulina Späte probiert das Rucksackprinzip des großen Fuchur-Kostüms aus.
Paulina Späte probiert das Rucksackprinzip des großen Fuchur-Kostüms aus.  © Eric Münch
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Designerin Esther Melhorn bei den letzten Handgriffen am Kostüm des Winzlings, der die Rennschnecke reitet.
Designerin Esther Melhorn bei den letzten Handgriffen am Kostüm des Winzlings, der die Rennschnecke reitet.  © Eric Münch
Ella Späte grault den grausigen Gmorck. Unterm Kostüm steckt ihre Tochter Pauline, die eine Expertin für alle plastischen Arbeiten ist.
Ella Späte grault den grausigen Gmorck. Unterm Kostüm steckt ihre Tochter Pauline, die eine Expertin für alle plastischen Arbeiten ist.  © Eric Münch
Der Schimmel Artax ruht sich bis zu seiner Vollendung auf dem Sofa von Ella Späte aus.
Der Schimmel Artax ruht sich bis zu seiner Vollendung auf dem Sofa von Ella Späte aus.  © Eric Münch
Auch diese fantastischen Köpfe gehören zur Produktion.
Auch diese fantastischen Köpfe gehören zur Produktion.  © Eric Münch

Ticketvorverkauf läuft

"Die unendliche Geschichte" - der Roman von Michel Ende - wurde 1984 verfilmt.
"Die unendliche Geschichte" - der Roman von Michel Ende - wurde 1984 verfilmt.  © Archiv

Gerade ist sie mit dem 13. Sächsischen Theaterpreis ausgezeichnet worden - für ihr Kostüm- und Bühnenbild für "Richard III" am Theater Plauen-Zwickau. Auch ihre Atelierwohnung in Dresden gleicht einem Bühnenbild.

Zwischen Skizzen, vollendeten Kostümen, Fragmenten, zwischen Stoffen und Nähmaschine atmen Kunstwerke aus Schiefer und Stein neben behutsam restaurierten Möbeln Kreativität und Stilsicherheit.

Ellas zweite künstlerische Heimstatt befindet sich in Hessen, wo sie seit 2017 mit ihrem Ehemann Detlef Heinichen das "Theatrium Steinau" am Kumpen leitet. Auch dort hat sie ein Atelier, in dem sie für viele Theaterhäuser in ganz Deutschland arbeitet.

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"Die unendliche Geschichte" steht vom 26. Juni bis 27. Juli auf dem Programm von Schloss Übigau. Infos/Tickets (32-54 Euro) unter comoedie-dresden.de.

Titelfoto: Bildmontage: Archiv, Eric Münch

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