Theaterprofis erwecken Fabelwesen zum Leben: Die unendliche Geschichte kommt nach Dresden
Dresden - Millionen Herzen großer und kleiner Fans hat er im Sturm erobert, mit fliegenden Ohren und süßem Hundeblick. Der Glücksdrache Fuchur aus Michael Endes Märchen "Die unendliche Geschichte" (1979) gehört zu den seltenen Wesen des Landes Phantásien. Jetzt landet er in Dresden, am 26. Juni feiert "Die unendliche Geschichte" auf Schloss Übigau Premiere.
Dank Chefausstatterin Ella Späte, ihrer Tochter, der Maskenbildnerin Paulina Späte, und Modedesignerin Esther Melhorn werden Romanfiguren wie Fuchur, die Rennschnecke mit Winzling, Steinbeißer, der grausige Wolf Gmorck oder auch der Schimmel Artax zum Leben erweckt. Fuchur sogar in drei Größen.
"Der Kopf des kleinsten Drachen ist von Hand modelliert. Für die zwei größeren Varianten haben wir ihn gescannt, vergrößert und via 3-D-Druck hergestellt", erklärt Ella Späte. Alles muss leicht und strapazierbar sein.
Die Köpfe der Fabelwesen beschweren nicht etwa die Köpfe der Spieler. Sie werden von Plastikrohren getragen, die in einer Art Rucksack verankert sind. Ella Spätes großer Erfahrungsschatz und der ihres kreativen Teams kommen Fabelwesen wie Spielern zugute.
"Viele Details sind für den Zuschauer gar nicht sichtbar, aber das Publikum wie auch die Spieler können sie fühlen", so Späte, die Stoffe in in Magie verwandelt.
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Gerade ist sie mit dem 13. Sächsischen Theaterpreis ausgezeichnet worden - für ihr Kostüm- und Bühnenbild für "Richard III" am Theater Plauen-Zwickau. Auch ihre Atelierwohnung in Dresden gleicht einem Bühnenbild.
Zwischen Skizzen, vollendeten Kostümen, Fragmenten, zwischen Stoffen und Nähmaschine atmen Kunstwerke aus Schiefer und Stein neben behutsam restaurierten Möbeln Kreativität und Stilsicherheit.
Ellas zweite künstlerische Heimstatt befindet sich in Hessen, wo sie seit 2017 mit ihrem Ehemann Detlef Heinichen das "Theatrium Steinau" am Kumpen leitet. Auch dort hat sie ein Atelier, in dem sie für viele Theaterhäuser in ganz Deutschland arbeitet.
"Die unendliche Geschichte" steht vom 26. Juni bis 27. Juli auf dem Programm von Schloss Übigau. Infos/Tickets (32-54 Euro) unter comoedie-dresden.de.
Titelfoto: Bildmontage: Archiv, Eric Münch

