Chip-Riese mit großen Plänen: Dresden soll größter Standort Europas werden

Dresden - Der Chip-Riese GlobalFoundries (GF) erweitert seine Produktion in Dresden. "SPRINT" heißt das Projekt. Knapp sieben Monate nach Baubeginn war am Freitag Richtfest. Das Unternehmen nutzte den Rahmen, um seine ambitionierten Zukunftspläne vorzustellen. In Dresden soll eine neue Generation Chips produziert werden.

Für den Ausbau der Produktion werden auch bestehende Bereiche modernisiert und umgewidmet.  © Ove Landgraf

"Wir liegen im Zeit- und Budgetplan", freute sich am Freitag der Dresdner Fabrik-Boss Manfred Horstmann. Er lobte sein Team: Die Erweiterung der Produktionskapazitäten gleicht einer Operation am offenen Herzen.

Teilweise werden dabei bestehende Bereiche modernisiert und umgewidmet. Im Rahmen des SPRINT-Erweiterungsprojekts investiert GF 1,1 Milliarden Euro.

Ziel ist es, die Dresdner Produktionskapazitäten um 15 Prozent aufzustocken. Bis Ende 2028 soll die jährliche Produktionskapazität hier auf mehr als eine Million 300-mm-Wafer steigen und Dresden damit zum größten Foundries-Standort Europas machen.

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"Die Nachfrage nach spezialisierten Halbleitern wächst in allen industriellen Zukunftsmärkten", sagte Horstmann.

Die anwesenden Vertreter aus Politik und Wirtschaft betonten: Diese Produktionserweiterung bringt Europa voran auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit und Resilienz.

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Thomas Mohr und Franziska Ziegler von GlobalFoundries beim Richtfest für den Erweiterungsbau des Projekts "SPRINT" von GlobalFoundries mit dem Richtkranz.  © DPA/Robert Michael
Bis Ende 2028 soll die Dresdner Kapazität von GlobalFoundries auf mehr als eine Million 300-mm-Wafer pro Jahr steigen.  © Norbert Neumann

Projekt "Sprint": GlobalFoundries feiert Richtfest

Tim Breen will als Vorstandsvorsitzender von GlobalFoundries vom AI-Boom profitieren.  © Ove Landgraf

"Europas industrielle Basis ist auf Chips angewiesen, die einerseits verfügbar und vertrauenswürdig sind und zudem in der Nähe derjenigen Kunden gefertigt werden, die sie dringend benötigen", unterstrich Tim Breen als Vorstandsvorsitzender von GlobalFoundries in seiner Rede.

"SPRINT erweitert diese Kapazität in Dresden und eröffnet Kunden zugleich einen Weg zur nächsten Generation energieeffizienter Rechenleistung für Physical AI."

Breen setzt darauf, dass das in Dresden entwickelte neue Produktionsverfahren "FDX Fusion" einen Auftragsboom auslöst. Unter Physical AI versteht man mit Künstlicher Intelligenz betriebene Technologien, die ihre Umwelt wahrnehmen, reagieren und Entscheidungen treffen.

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Physical AI steuert bereits Produktionsprozesse, humanoide Roboter, selbstfahrende Fahrzeuge und ist dabei, wenn der Mensch den Weltraum erobert.

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