Dresden erregt: Pillen-Fabrik feiert besonderes Jubiläum

Dresden - Es gibt sie noch, die Positivnachrichten aus der sächsischen Wirtschaft: Der Pharmariese Menarini von Heyden (MvH) hat bereits mehr als 100 Millionen Euro in den Standort Dresden investiert und baut weiter aus. Jetzt feierte das Unternehmen 20-Jähriges.

Insgesamt elf Gebäude gehören zum Menarini Arzneimittelwerk an der Leipziger Straße in Dresden.  © Steffen Füssel

Großer Bahnhof mit eigener Bühne, Foodtrucks und Oberbürgermeister. "Gerade die pharmazeutische Produktion hat hier eine besonders lange Tradition", sagte Dirk Hilbert (54, FDP) bei der Jubiläumsfeier auf dem Firmengelände in der Leipziger Straße.

Auch Alberto Giovanni Aleotti, Mitglied der Eigentümer-Familie, war zu der Feier gekommen. Hauptsitz des größten italienischen Pharmaproduzenten ist Florenz, die Beziehung zum sächsischen "Elbflorenz" also eine ganz besondere.

"Dresden nimmt im weltweiten Produktionsnetzwerk von Menarini eine Schlüsselrolle ein“, sagte Giuseppe Martelli, Global Head of Technical Operations. Unter den 18 Produktionsstandorten der Gruppe weltweit ist Dresden der größte Standort für die Herstellung fester Arzneiformen.

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Jährlich werden hier rund 2000 Tonnen Arzneimittel hergestellt. Das sind in erster Linie Tabletten, darunter Herz-Kreislauf-Mittel oder Medikamente gegen Diabetes und Schilddrüsendisfunktionen. Auch "Cialis" zur Behandlung von Erektionsstörungen wird in Dresden produziert.

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Menarini hat inzwischen über 420 Mitarbeiter

Bei der Mischung der einzelnen Arzneimittelbestandteile ist höchste Präzision das Maß aller Dinge.  © Steffen Füssel

Die Produkte werden in über 100 Ländern vertrieben, nur ein kleiner Teil ist auch in Deutschland erhältlich.

Seit der Übernahme des Arzneimittelwerks Dresden (AWD) 2006 ist die Belegschaft kontinuierlich gewachsen, von damals 255 auf heute 425 Mitarbeiter.

Erst vor wenigen Wochen wurde ein neuer "Coater" in Betrieb genommen, eine Maschine, die für den Überzug auf den Tabletten sorgt. Menarini hat weltweit 17.000 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz von knapp fünf Milliarden Euro.

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Übrigens: Mit dem Namenszusatz würdigt das Unternehmen Dr. Friedrich von Heyden, der Ende des 19. Jahrhunderts in Radebeul und Dresden mit der industriellen Synthese der Salicylsäure ("Aspirin") den Grundstein für die moderne Arzneimittelherstellung legte.

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