Dresden - Logistikdienstleister aus Dresden in der Krise! Die Spedition "Baumann" mit Hauptsitz in der sächsischen Landeshauptstadt ist nach über 30-jährigem Bestehen insolvent. Der Geschäftsbetrieb läuft jedoch weiter.
Betroffen sind die insgesamt 71 Mitarbeiter der drei Standorte in Dresden, Döbeln (Mittelsachsen) und Erfurt, wie es in einer Mitteilung heißt. Demnach befindet sich das Unternehmen ab sofort einem gerichtlichen Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung.
Geschäftsführer Jörg Baumann habe sich im Hinblick auf die angespannte Liquidität des Betriebs infolge der aktuellen Konjunkturlage, der Konsolidierung im Einzelhandel und dem damit verbundenen Verlust dreier Hauptkunden für die Beantragung einer solchen Maßnahme entschieden.
"Unser Team steht trotz der besonderen Lage auch im eröffneten Verfahren weiter zu uns. Es ist enorm wichtig, dass unsere Leute den Sanierungskurs mittragen", sagt Baumann.
Erste Meilensteine - wie das lückenlose Aufrechterhalten der Geschäftstätigkeit – seien bereits erreicht worden. Die Löhne würden nach einer Überbrückung durch vorfinanziertes Insolvenzgeld (für die Monate Mai, Juni und Juli) nun wieder aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet. Mithilfe eines Insolvenzplans solle die Lösung herbeigeführt werden, heißt es.
Mit seinen Kühllastern im weiß-grün-blauen Design beliefert die Spedition deutschlandweit Märkte im Einzelhandel, Gastronomieeinrichtungen, Kliniken und Großküchen mit Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukten sowie Feinkost. Die Gründung des Betriebs erfolgte im Jahr 1994 in Dresden.