Gähnende Leere im Terminal: Mit verwegenen Ideen kämpft Dresdens Flughafen ums Überleben

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Dresden - Wenig Gäste, dünnes Angebot: Auch nach der abgeschlossenen finanziellen Sanierung muss der Flughafen Dresden in Zukunft um seine Existenz kämpfen - und bleibt erfinderisch. So kann man bei einem Salsa-Großevent an diesem Wochenende für ein paar Stunden von Klotzsche in die Karibik abheben.

Tote Hose am Flughafen: Die Besucherterrasse, die für Veranstaltungen gebucht werden kann, an einem Wochentag.
Tote Hose am Flughafen: Die Besucherterrasse, die für Veranstaltungen gebucht werden kann, an einem Wochentag.  © Stefan Häßler

Zu groß für die tatsächliche Anzahl an Fluggästen stehen seit einigen Wochen vor allem Verkleinerungs- oder Neubaupläne für die Terminalhalle im Mittelpunkt von Zukunfts-Überlegungen. Dabei handelt es sich von Seiten des Flughafens zunächst um verschiedene "Zukunftsbilder", die aktuell geprüft würden.

Ein Vorteil der gähnenden Leere: viel Raum für Veranstaltungen. Ob Abibälle, Tagungen oder Konzerte - das Konferenz-Center bietet Platz für bis zu 1200 Gäste, vor allem für Geschäfts- und Fachpublikum.

Ein wichtiger Zuverdienst in wirtschaftlich engen Zeiten, auch wenn man beim Flughafen betont, dass Events ein ergänzendes Geschäftsfeld bleiben, das den Verkehrsbereich lediglich erweitert.

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Doch wie hebt sich der Airport von anderen Locations ab? "Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal ist das besondere Flughafenambiente: die unmittelbare Nähe zum Flugbetrieb, der Panoramablick auf die Start- und Landebahn sowie die charakteristische Industriearchitektur des Terminals", heißt es von einem Sprecher.

Völlige Verwandlung: Der Airport im Eventmodus.
Völlige Verwandlung: Der Airport im Eventmodus.  © Flughafen Dresden
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Airport-Event-Chefin Kerrin Bardoux (56) freut sich auf das Event von Kubáname in ihren Räumlichkeiten.
Airport-Event-Chefin Kerrin Bardoux (56) freut sich auf das Event von Kubáname in ihren Räumlichkeiten.  © Eric Münch

Zehn bis zwölf Großveranstaltungen pro Jahr

Vom Flughafen überzeugt: Stefanie Fontaine (40) und Yorge González (39) von der kubanischen Salsa-Tanzschule Kubáname.
Vom Flughafen überzeugt: Stefanie Fontaine (40) und Yorge González (39) von der kubanischen Salsa-Tanzschule Kubáname.  © Eric Münch

Neben der Kulisse punktet das Terminal mit praktischen Vorteilen wie guter ÖPNV-Anbindung und ausreichend Parkplätzen, mit barrierefreien Zugängen und durchgehenden Öffnungszeiten.

Das macht es auch für Großveranstaltungen interessant: Nach Angaben des Flughafens finden davon zwischen zehn und zwölf pro Jahr statt.

Unter den Top 5-Highlights im Event-Kalender ist die "Kubáname Gala Night", veranstaltet von der gleichnamigen Tanzschule im ElbePark und bereits seit Wochen ausverkauft.

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Rund um ein Exklusiv-Konzert des kubanischen Sängers Leoni Torres erwartet dort Fans der kubanischen Salsa eine unvergessliche Nacht - und den Flughafen wieder ein volles Haus.

Titelfoto: Montage: Stefan Häßler, Eric Münch

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