Gähnende Leere im Terminal: Mit verwegenen Ideen kämpft Dresdens Flughafen ums Überleben
Dresden - Wenig Gäste, dünnes Angebot: Auch nach der abgeschlossenen finanziellen Sanierung muss der Flughafen Dresden in Zukunft um seine Existenz kämpfen - und bleibt erfinderisch. So kann man bei einem Salsa-Großevent an diesem Wochenende für ein paar Stunden von Klotzsche in die Karibik abheben.
Zu groß für die tatsächliche Anzahl an Fluggästen stehen seit einigen Wochen vor allem Verkleinerungs- oder Neubaupläne für die Terminalhalle im Mittelpunkt von Zukunfts-Überlegungen. Dabei handelt es sich von Seiten des Flughafens zunächst um verschiedene "Zukunftsbilder", die aktuell geprüft würden.
Ein Vorteil der gähnenden Leere: viel Raum für Veranstaltungen. Ob Abibälle, Tagungen oder Konzerte - das Konferenz-Center bietet Platz für bis zu 1200 Gäste, vor allem für Geschäfts- und Fachpublikum.
Ein wichtiger Zuverdienst in wirtschaftlich engen Zeiten, auch wenn man beim Flughafen betont, dass Events ein ergänzendes Geschäftsfeld bleiben, das den Verkehrsbereich lediglich erweitert.
Doch wie hebt sich der Airport von anderen Locations ab? "Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal ist das besondere Flughafenambiente: die unmittelbare Nähe zum Flugbetrieb, der Panoramablick auf die Start- und Landebahn sowie die charakteristische Industriearchitektur des Terminals", heißt es von einem Sprecher.
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Zehn bis zwölf Großveranstaltungen pro Jahr
Neben der Kulisse punktet das Terminal mit praktischen Vorteilen wie guter ÖPNV-Anbindung und ausreichend Parkplätzen, mit barrierefreien Zugängen und durchgehenden Öffnungszeiten.
Das macht es auch für Großveranstaltungen interessant: Nach Angaben des Flughafens finden davon zwischen zehn und zwölf pro Jahr statt.
Unter den Top 5-Highlights im Event-Kalender ist die "Kubáname Gala Night", veranstaltet von der gleichnamigen Tanzschule im ElbePark und bereits seit Wochen ausverkauft.
Rund um ein Exklusiv-Konzert des kubanischen Sängers Leoni Torres erwartet dort Fans der kubanischen Salsa eine unvergessliche Nacht - und den Flughafen wieder ein volles Haus.
Titelfoto: Montage: Stefan Häßler, Eric Münch

