Dresden - Auf der Königsbrücker Landstraße geht die Großbaustelle in die nächste Runde: Ab Montagabend müssen die Linien 7 und 8 Umleitung fahren. Grund ist der Abbau der Fahrleitungen.
Ab Montagabend (28. September), 22 Uhr, wird es auch für DVB-Fahrgäste ernst: Die Linien 7 und 8 werden zwischen dem Albertplatz und dem Bischofsweg umgeleitet, wie die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) am Freitag informierten.
Die Umleitung führt in beide Richtungen über "Bahnhof Neustadt", "Großenhainer Platz" und "S-Bahnhof Bischofsplatz". Fahrgäste müssen sich dadurch auf eine verlängerte Fahrzeit von acht Minuten einstellen.
Zudem werden die Haltestellen "Louisenstraße" und "Großenhainer Straße/Fritz-Reuter-Straße" nicht mehr bedient.
Zeitgleich wird in diesem Abschnitt die Fahrleitung abgebaut. Dafür wird vom 28. bis 30. September, jeweils zwischen 22 und 5 Uhr, die Königsbrücker Straße für den Verkehr komplett gesperrt.
Darauf vorbereitend werden derzeit auf der Antonstraße zwei Weichen direkt vor dem ehemaligen DVB-Hochhaus, dem heutigen Simmel-Markt, erneuert. Dabei werden auch die elektrische Weichensteuerung und die Weichenheizung modernisiert.
Königsbrücker Straße wird bis 2030 komplett erneuert
Baustart der Königsbrücker Straße war Anfang September, bis 2030 soll die Strecke grundlegend erneuert werden. Gleichzeitig sollen die Fahrleitung, Beleuchtung, Straßenentwässerung sowie Ampelanlagen modernisiert werden.
Für die Straßenbahn ist außerdem ein größerer Gleisabstand vorgesehen. Damit sollen künftig die breiteren Stadtbahnwagen vom Typ NGT DXDD eingesetzt werden, um mehr Fahrgäste von A nach B bringen zu können.
Die drei Haltestellen "Louisenstraße", "Bischofsweg" und "Tannenstraße" sollen zudem mit insgesamt acht Bahnsteigen barrierefrei ausgebaut werden. Zusätzlich erhalten alle Haltestellen neue Sitzgruppen, elektronische Fahrgastanzeigen, Papierkörbe sowie Fahrradständer. Fahrgastunterstände mit Gründach gehören ebenfalls zum Projekt.
Die Umleitung der Linien 7 und 8 dürfte für DVB-Gäste allerdings noch länger ein Thema bleiben. Erst im Sommer 2029 sollen die beiden Linien auf ihre gewohnte Trasse zurückkehren können.