Einfamilienhaus in Cossebaude abgebrannt: Es "existiert nicht mehr"
Dresden - In der Nacht zu Samstag brach in einem Einfamilienhaus in Cossebaude ein Feuer aus. Lange stand das Gebäude in Vollbrand, die Flammen drohten zudem auf ein Nachbarhaus überzugreifen. Die Feuerwehr konnte den Brand nach Stunden mit rund 70 Kräften löschen.
Der Brand an der Liebknechtstraße brach in der Nacht gegen 1 Uhr aus. Wie die Feuerwehr berichtet, stand das Gebäude anschließend "vom Keller bis zum Dach" in Flammen. Seit den frühen Morgenstunden ist das Feuer nun gelöscht, das Haus völlig zerstört. Es "existiert nicht mehr", so ein Sprecher der Feuerwehr.
Glücklicherweise konnten die Bewohner das Haus rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt. Der Schock über die Ereignisse sitzt aber tief. Sie kamen erst einmal bei Verwandten unter.
Während des Einsatzes kämpfte die Feuerwehr nicht nur mit dem Großbrand: Starker Wind hatte das Feuer zusätzlich angefacht und brachte dadurch auch ein benachbartes Wohnhaus in Gefahr. Dessen drei Bewohner wurden deshalb vorsorglich evakuiert und kamen derweil in einem DVB-Bus unter.
"Es ist der Feuerwehr nur unter großen Anstrengungen gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargebäude zu verhindern", so Feuerwehrsprecher Michael Klahre (46).
Ein weiteres Problem war die Versorgung mit Löschwasser. Anfangs hatten die Einsatzkräfte nicht ausreichend davon zur Verfügung, Löschtrupps mussten sich deshalb immer wieder zurückziehen.
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Wind und zu wenige Löschwasser machen Probleme
Es brauchte Verstärkung: Tanklöschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr wurden hinzugerufen, die anschließend einen sogenannten "Pendelverkehr" einrichteten. Stundenlang wurde das Löschwasser also abwechselnd zur Einsatzstelle transportiert.
Die Feuerwehr bekämpfte den Brand zum Schluss von Außen mit zwei Drehleitern und von innen mit jeweils vier handgeführten Strahlrohren. Dafür waren zahlreiche Kameraden unter Atemschutz im Einsatz, die aufgrund der hohen körperlichen Belastung ständig abgelöst werden mussten.
"An der Einsatzstelle herrscht eine starke Rauchentwicklung und ein starker Funkenflug, der zum Teil sogar dazu geführt hat, dass in mehreren Metern Entfernung auch noch Bäume sich entzündet hatten", so Klahre weiter. Deshalb wurden über die Warn-Apps und soziale Medien Anwohner im Umkreis von 500 Metern um den Unglücksort aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mittlerweile konnte die Warnung aufgehoben werden.
Wie schon von der Feuerwehr vermutet, zog sich der nächtliche Einsatz mehrere Stunden bis in den Morgen hinein.
Auch die Polizei war vor Ort und hat die Ermittlungen zur Ursache des Feuers aufgenommen. Aufgrund der Löschmaßnahmen mussten der Bereich um die Liebknechtstraße, Albertplatz, Weinbergstraße komplett gesperrt werden.
Originalartikel von 7.51 Uhr, zuletzt aktualisiert um 12.17 Uhr.
Titelfoto: Roland Halkasch

