Sturmböen in Dresden: Bäume stürzen auf Straßen und Autos
Dresden - Eine alte Kiefer ließ die Alarmsirenen der Feuerwehr am Freitagnachmittag im Dresdner Stadtteil Gohlis aufheulen: Ein gewaltiger Ast des Baumes hielt dem starken Wind nicht stand, brach ab und landete auf einer Stromleitung - es sollte nicht der letzte Einsatz an diesem Tag bleiben.
Wie die Dresdner Feuerwehr der TAG24-Redaktion mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 14 Uhr in der Gartenstraße. "Der Ast fiel auf eine Leitung und drohte auf den Gehweg zu stürzen", bestätigte Sprecher Michael Klahre.
Demnach kontaktierte der Eigentümer des Grundstücks, auf dem sich der Vorfall ereignet hatte, die Einsatzkräfte. Als die Wache Übigau sowie die Stadtteilfeuerwehr Cossebaude am Ort des Geschehens eingetroffen waren, machten sie sich umgehend an die Beseitigung der Gefahr.
Bevor es an die Zerteilung des Astes ging, stellten Techniker der SachsenEnergie die Freileitung ab, sodass an dieser Stelle kein Strom mehr floss. Kurz darauf beseitigten die Einsatzkräfte den abgerissenen Ast mithilfe einer Drehleiter und einer Kettensäge.
"Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand", bestätigte die Dresdner Feuerwehr. Zu einem möglicherweise entstandenen Schaden konnten bislang keine Angaben gemacht werden. Die Kosten des Einsatzes trägt der Eigentümer des Grundstücks.
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Es ist nicht der einzige Einsatz dieser Art: Unwetter wütet durch Sachsen
"Dieser Einsatz war einer von vielen", schilderte Klahre. Der heftige Wind wütete in zahlreichen Teilen Sachsens. "Bis 21.36 Uhr musste die Leitstelle insgesamt 54 wetterbedingte Hilfeleistungseinsätze in ihrem Zuständigkeitsbereich disponieren", hieß es weiter.
Davon waren 24 im Dresdner Stadtgebiet, 15 im Landkreis Meißen und weitere 15 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Vor allem umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste hielten die Einsatzkräfte auf Trab.
"In der Nacht beruhigte sich die Wetterlage deutlich. Auch am Samstagmorgen rückte die Feuerwehr Dresden jedoch noch zu einzelnen wetterbedingten Hilfeleistungseinsätzen aus."
Nach bisherigen Erkenntnissen kam bei dem Unwetter kein Mensch zu Schaden. Eine traurige Nachricht gibt es allerdings doch: Eine Katze klemmte sich am Freitagabend in einem angekippten Fenster eines Lagerraumes ein und verstarb trotz einer schellen Rettung an ihren Verletzungen.
Titelfoto: Fotomontage/ Roland Halkasch

