Grüne Oase für bedrohte Arten: Dresdens Plan für den Heller

Dresden - Dresden will in seinen grünen Oasen wie dem Heller oder den Elbauen die biologische Vielfalt erhalten und schützen. Dafür hat das Rathaus nun eine sogenannte Biodiversitätsstrategie erarbeitet, die am Montag im Umweltausschuss vorgestellt werden soll.

Abteilungsleiterin Anke Weber (49, l.) und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (56, Grüne) wollen den Heller schützen.
Abteilungsleiterin Anke Weber (49, l.) und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (56, Grüne) wollen den Heller schützen.  © Norbert Neumann

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für ein Naturschutzgroßprojekt, in das während der 13-jährigen Laufzeit (drei Jahre für die Planung, zehn für die Umsetzung) insgesamt 11,5 Millionen Euro fließen sollen.

"Wir wollen das Projekt 'DresdenNATUR - Zwischen Elbtal, Binnendünen und Hochland' durchführen", erklärt Anke Weber (49), Abteilungsleiterin Stadtökologie im Umweltamt. Ziel sei der dauerhafte Erhalt von naturnahen Landschaften sowie die Sicherung von Kulturlandschaften mit Lebensräumen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Zu letzteren gehört auch der Heller mit seiner kargen Dünenlandschaft und spärlichen Bewaldung. Dort hätten sich seltene Arten wie das Alpen-Vermeinkraut, die Blauflügelige Ödlandschrecke oder der Wiedehopf angesiedelt. Durch immer mehr Bäume wären die aber bedroht, weshalb etwas unternommen werden soll.

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"Wir planen auch, endlich ein Naturschutzgebiet Heller auszuweisen, zu dem fast die gesamte Fläche westlich der Königsbrücker Straße gehören soll", sagt Weber.

Für jedes der sieben im Stadtgebiet verteilten Schwerpunktgebiete sollen nun individuelle Pflege- und Entwicklungspläne erarbeitet werden. Allerdings muss der Stadtrat dem Ganzen noch zustimmen.

Titelfoto: Norbert Neumann

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